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Kretzschauer mit Crystal erwischt: Hat Zeitzer Polizei ihm die Drogen untergeschoben?

Kretzschauer muss wegen dem Besitz von Crystal Meth jetzt 900 Euro Strafe bezahlen. Doch er glaubt, dass die Zeitzer Polizei ihm die Drogen unterschieben wollten.

Kretzschauer muss wegen dem Besitz von Crystal Meth jetzt 900 Euro Strafe bezahlen. Doch er glaubt, dass die Zeitzer Polizei ihm die Drogen unterschieben wollten.

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Kison

Zeitz/Kretzschau -

Weil er mit genau 0,79 Gramm Crystal Meth  erwischt worden ist, muss ein 26-jähriger Kretzschauer jetzt 900 Euro Strafe bezahlen. Zu diesem Urteil kam das Amtsgericht in Zeitz am Donnerstag, obwohl der Angeklagte bis zum Schluss behauptete, dass das nicht seine Drogen gewesen seien. Stattdessen hatte die Polizei aus Zeitz ihm diese unterjubeln wollen, erklärte der Angeklagte.

Kretzschauer mit Crystel erwischt: Hat Zeitzer Polizei ihm die untergeschoben? 

Doch am Ende glaubte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft und auch der Vorsitzende Richter der Zeugin von der Polizei mehr. Die Polizei hatte den 26-Jährigen zusammen mit einem Kollegen in Kretzschau angehalten, weil er zu später Stunde ohne Licht und telefonierend mit dem Fahrrad fuhr. 55 Euro Ordnungsgeld habe er auch anstandslos für die Vergehen bezahlt, erklärte der Kretzschauer. Doch, dass er Drogen dabei gehabt haben soll, verneinte er vehement.

„Als ich aus dem Streifenwagen ausstieg, fiel mir auf, wie der Angeklagte ein kleines Aluminium-Kügelchen fallen ließ. Das lag dann nur gut einem Meter von ihm entfernt auf dem Boden“, sagte die an der Kontrolle beteiligte Polizistin vor Gericht aus. „Ich habe nach der Sache mit dem Fahrrad beobachtet, wie der Polizist ungefähr fünf Meter von mir entfernt etwas aufhob. Ich wusste gar nicht, was das gewesen sein soll“, hatte zu Beginn der Verhandlung dagegen noch der Angeklagte behauptet.

Kretzschauer bereits wegen Drogen bekannt

„Sein Blick war starr und glänzend. Aber einen Drogentest wollte er nicht machen“, sagte die Zeugin. Diese Aussage reichte dem Richter für sein Urteil. „Warum sollte die Polizei Ihnen etwas unterjubeln wollen? Warum sollten ausgerechnet da, wo Sie standen, zufällig Drogen gelegen haben? Und warum sollte die Zeugin hier lügen?“ fragte er den Angeklagten bei der Urteilsbegründung.

Zudem sprach gegen den 26-Jährigen, dass er nicht das erste Mal im Zusammenhang mit Drogen aufgefallen war. Zwar ging es bei seinen fünf Vorstrafen um Diebstahl, Unterschlagung und Fahren ohne Führerschein. Aber wie die Vertreterin der Staatsanwaltschaft mitteilte, habe es gegen ihn in diesem und im vergangenen Jahr zwei Verfahren wegen Drogenbesitzes gegeben, auch wenn diese jeweils eingestellt worden sind. Kurz zuvor hatte der 26-Jährige noch behauptet, dass er seit zwei Jahren nichts mehr mit Drogen am Hut habe. (mz)