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„Ist das nicht schön?“ : Welche Vereine vom neuen Stadion profitieren

Eröffnung Ernst-Thälmann-Stadion

Zur Feierstunde sorgten auch die Blue-White Sisters aus Theißen für viel Stimmung unter hunderten Zuschauern.

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Hartmut Krimmer

Zeitz -

Die Zeitzer haben ihre größte und wichtigste Sportstätte wieder. Am Sonntag ist das Ernst-Thälmann-Stadion offiziell mit einer Feierstunde und anschließendem Aktionstag übergeben worden. Nach dem katastrophalen Hochwasser der Weißen Elster am 31. Mai 2013 hat es allerdings über sechs Jahre gedauert und rund 14 Millionen Euro gekostet, bis das Stadion wieder komplett freigegeben werden konnte.

„Normal sagt man ja so schön, was lange währt, wird endlich gut“, so Oberbürgermeister Christian Thieme (CDU) in seiner Rede vor ein paar hundert Besuchern, „aber heute sage ich, was länger währt, wird noch viel besser.“ Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) brachte es ebenfalls prägnant auf den Punkt. „Liebe Leute, ist das hier nicht schön geworden?“

Tribünen rund um den Hauptplatz bieten Platz für über 5.000 Zuschauer

Und tatsächlich kann sich das neue Ernst-Thälmann-Stadion sehen lassen. Großzügige Tribünen rund um den Hauptplatz bieten Platz für über 5.000 Zuschauer, das Funktionsgebäude beherbergt modernste Umkleidemöglichkeiten und rundherum gibt es zahlreiche weitere Sportanlagen für Faustball, Leichtathletik, Volleyball, Kegeln und Bogenschießen. Und genau das sind auch die Abteilungen der SG Chemie Zeitz, die jahrelang darben mussten.

William Scholz

Die ersten Sportler, wie William Scholz, wurden gleich aktiv.

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Hartmut Krimmer

„Wir mussten für unsere Faustballer teilweise Ausweichquartiere in Wittgendorf suchen, unsere Volleyballer mussten im Sommer auf Sand im Schlosspark ausweichen und unsere Leichtathleten mussten nach Theißen raus“, erklärte Dietmar Voigt. Der erste Vorsitzende des mit 515 Mitgliedern in zwölf Abteilungen zweitgrößten Sportvereins im Burgenlandkreis ist sichtlich erleichtert. Voll zufrieden ist Voigt aber erst dann, „wenn noch der Kampfrichterturm am Faustballplatz steht, der soll im kommenden Monat noch gebaut werden. Dann ist alles perfekt.“

Minister Stahlknecht animiert Droyßiger Schalmeien-Player’s zu einem spontanen Ständchen

Sichtlich zufrieden ist Hajo Bartlau, der zum Fest seinen 53. Geburtstag feierte. Passend dazu animierte Minister Stahlknecht die Droyßiger Schalmeien-Player’s zu einem spontanen Ständchen für den Vorsitzenden des 1. FC Zeitz. „Aber heute stehe nicht ich im Vordergrund, sondern das Stadion. Aber ich wünsche mir, dass ihr es gut pflegt und erhaltet und vor allem mit Leben erfüllt“, richtete auch Bartlau dann ein paar Worte an die Gäste.

Diese setzten diese Worte gleich in die Tat um und konnten sich an verschiedenen Stationen auf dem Gelände sportlich betätigen. Beim Faustball-Weitschlagen, einen Volleyball in einen Korb baggern, mit dem Fußball eine riesige Dartscheibe treffen oder beim Weitsprung und Speerwerfen aus dem Stand wurden der sportlichste Zeitzer und die sportlichste Zeitzerin gesucht. In acht Disziplinen konnten Punkte gesammelt werden.

„Aber schade ist es schon, dass es so lange gedauert hat“

Dazu präsentierten sich unter anderem die Kampfsportler von Jodan Kamae, der SV Kickers Rasberg mit seiner Bewegungslandschaft sowie die neuen Triathleten der SG Chemie mit ihren Hochleistungsfahrrädern und speziellen Anzügen. Aber auch der Zeitzer Fußballclub machte mit einem Geschicklichkeitsparcours und einem Nachwuchsspiel zusätzlich Werbung in eigener Sache.

Denn in der Feierstunde war allen Rednern gemein, dass sie sich wünschen, „dass wir unser neues Stadion mit Leben erfüllen und die Leute in die Vereine holen.“ So wie die Enkelkinder von Gerd Nietzold aus Kretzschau das schon tun. „Die sind Mitglied bei den Leichtathleten. Die haben natürlich jetzt die besten Bedingungen. Aber schade ist es schon, dass es so lange gedauert hat“, meinte er. (mz)