Rätselhafte Einbruchsserie: Auf der Suche nach dem Flaschendieb

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Giersleben -

Eine rätselhafte Einbruchsserie verunsicherte in der Adventszeit Kita-Mitarbeiterinnen und Eltern in der Verbandsgemeinde Saale-Wipper.

Am 3. Advents-Wochenende war die Kindertagesstätte „Wipperzwerge“ in Giersleben zum vierten Mal Ziel eines Diebes.

In der Kita in Ilberstedt wurde in den Wochen davor ebenfalls bereits vier oder fünfmal eingebrochen, informierte Jan Ochmann (CDU), der Verbandsgemeinde-Bürgermeister.

„Die Mitarbeiter sind schon auf dem Zahnfleisch gegangen. Sie kommen morgens rein und wieder war eingebrochen“, beschreibt Ochmann die Situation.

Rätselhafte Einbruchsserie: Bessere Sicherheitsmaßnahmen geplant

„Für uns ist das rätselhaft“, sagt Stefan Labudde, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Bördeland, die die Kita in Giersleben betreibt, sich zu Details aber nicht äußern will.

„Wir hoffen, dass das im neuen Jahr aufhört“, meint er mit Hinweis auf angekündigte Sanierungsarbeiten der Gemeinde Giersleben.

„Wir werden Maßnahmen einleiten, um das zu verhindern“, erklärte Bürgermeister Peter Rietsch. Der Gemeinderat hat für 2018 Gelder für die Dach- und Fassadensanierung eingestellt. Dazu gehört auch die Erneuerung der Fenster und Türen.

Rätselhafte Einbruchsserie: Ist der Täter ein Jugendlicher?

Gestohlen wurde sowohl in Giersleben als auch in Ilberstedt allerdings keine teure Technik. Der Dieb hatte es Pfandflaschen und Nahrungsmittel abgesehen, so der Bürgermeister. Auch größere Schäden waren zum Glück nicht zu verzeichnen.

Da die Einbrüche immer an den Wochenende erfolgten, vermutet Ochmann irgendeinen Jugendlichen oder Junkie, der in einer Gartenlaube wohnen könnte, als Täter.

Nach den Einbrüchen in Ilberstedt wollten sich bereits besorgte Eltern auf die Lauer legen, um den Einbrecher zu stellen. „Polizeipräsenz ist echt ein Thema“, sagte er.

Ochmann warnte aber auch vor Eigenmächtigkeiten und der Gefahr von Exzessen beim Stellen des Täters sowie möglicher Bewaffnung.

Rätselhafte Einbruchsserie: Zwei Videokameras installiert

Seitdem die Verbandsgemeinde nun zwei Videokameras installierte, sei nicht wieder eingebrochen worden, so Ochmann, der auch von ähnlich gelagerten Einbrüchen in anderen Orten gehört hat. In Ilberstedt waren zum Beispiel kaum Einbruchsspuren zu sehen gewesen. Wie sich herausstellte, ließ sich wohl ein Fenster leicht aufdrücken.

Rietsch kritisierte gegenüber der MZ unterschwellig auch die Polizeiarbeit. Seiner Ansicht nach hätten der oder die Täter längst ermittelt sein müssen. (mz)