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Ministerium widerspricht Grube Teutschenthal: Wie gefährlich ist der Gestank wirklich?

Schacht Halle

Der Schacht Halle, der zur Grube Teutschenthal gehört, gilt als Quelle der Geruchsbelästigungen.

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Lutz Winkler

Teutschenthal -

Das Landes-Wirtschaftsministerium hat mit einem Statement einer Pressemitteilung der GTS Grube Teutschenthal widersprochen. Die Geschäftsführung der Grube behauptete darin am Freitag, dass laut eines Gutachtens keine Gesundheitsgefahr am Angersdorfer Schacht bestehe. Seit Monaten beschweren sich Anwohner über eine Geruchsbelästigung.

Das medizinisch-toxikologisches Gutachten, das vom Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) in Auftrag gegeben wurde, werde derzeit vom LAGB selbst noch ausgewertet. Die Angaben, die die Grube Teutschenthal zu dem Gutachten mache, stimmen jedoch laut des Ministeriums nicht: Zwar komme die Gutachterin zu dem Schluss: „Die wissenschaftliche Analyse der Abluft des Abwetterschachtes Halle zeigt keine Zusammenhänge zwischen den geruchsaktiven Stoffen und toxikologischen Endpunkten eines Gesundheitsschadens.“

Gruben-Geschäftsführung: Wir versuchen, die Geruchsemissionen am Schacht in Angersdorf zu minimieren

Dennoch bestätige die Gutachterin ebenfalls, dass die permanenten Geruchsbelastungen bei den Betroffenen zu erheblichen Beeinträchtigungen des gesundheitlichen Wohlbefindens führen. Deshalb schließt die Gutachterin: „Unsere Empfehlung ist daher, die Beschwerden in ihren Schweregraden mit dem Anlass Geruch/Gestank anzuerkennen.“

In der Pressemitteilung der Gruben-Geschäftsführung heißt es, dass weiterhin versucht werde, die Geruchsemissionen am Schacht in Angersdorf zu minimieren, um die Situation für die Anwohner zu verbessern. Hans-Dieter Schmidt, Geschäftsführer der GTS, fordert zudem, dass mit der Forderung nach einer Stilllegung jetzt Schuss sein sollte. (mz)