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Solarmodul-Hersteller Calyxo: Insolvenzverwalter führt erste Verkaufsverhandlungen

Calyxo setzt auch bei sich auf Sonnenenergie.

Natürlich ist auch das eigene Hallendach mit Solarmodulen bestückt. Calyxo setzt auch bei sich auf Sonnenenergie.

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Archiv/Kehrer

Thalheim -

Es gibt erste Kaufinteressenten für den insolventen Solarmodul-Hersteller Calyxo in Bitterfeld-Wolfen. So befindet sich der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Lucas Flöther derzeit in Verkaufsverhandlungen, um zeitnah eine Investorenlösung zu finden.

„Das Interesse der Bieter ist groß und ich bin zuversichtlich, dass wir Teile des Geschäftsbetriebes und einen Teil der Arbeitsplätze erhalten können“, so Flöther. Zwar sei das Unternehmen in einem schwierigen Marktumfeld unterwegs, trotzdem habe die Calyxo GmbH vor allem in Forschung und Entwicklung die Nase vorn.

Unterdessen wird die Produktion bis zum Übergang des Geschäftsbetriebs in verringertem Umfang fortgeführt. Man wolle die Anlagen betriebsbereit halten, erklärt Flöther: „Dadurch kann im Falle der Übernahme durch einen Investor die Fertigung kurzfristig wieder aufgenommen werden.“

Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld noch bis Ende Juni 2018 gesichert. 155 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen. Ein Großteil von ihnen arbeitet bereits seit Anfang März in Kurzarbeit.

Ein großer Auftrag aus dem asiatischen Ausland war Anfang des Jahres plötzlich zurückgezogen worden und hatte das Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. Anfang April musste die Calyxo GmbH schließlich Insolvenz anmelden. (mz)

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