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Pleiten-Chronologie : Was ist vom Solar Valley noch übrig?

«Solar Valley»-Schild an der A9

Hinweisschild «Solar Valley» an der Autobahn 9 vor der Abfahrt Bitterfeld-Wolfen.

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dpa

Bitterfeld -

Das Klimamärchen im Solar Valley in Thalheim ist ausgeträumt. Das Industrieareal im Landkreis Anhalt-Bitterfeld galt einst als neuer potenzieller Wirtschaftsmotor für die Region. Dutzende Solarunternehmen siedelten sich hier an, über 3.000 Arbeitsplätze wurden geschaffen, die Branche boomte. Doch über die Jahre haben immer mehr Solarfirmen aufgegeben. Mehr als 2.000 Jobssind inzwischen verloren gegangen. Die Unternehmen kämpfen vor allem gegen die Billig-Konkurrenz aus China.
Die Beschäftigung ging deutlich zurück. Eindrückliches Beispiel ist Q-Cells - einst das größte Solarunternehmen in der Region. Nach der Insolvenz wurde die Firma dann an den südoreanischen Hanwha-Konzern verkauft. Nun steckt auch Vetro Solar in der Krise. Zahlreiche Mitarbeiter des Unternehmens haben beim Amtsgericht Dessau-Roßlau Insolvenzantrag gestellt.

Die MZ gibt einen Überblick über die Firmenpleiten der vergangenen Jahre. (mz/jgü)