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Spielzeugbörse in Zeitz: Weihnachten kann kommen

Frank Teichert hat einige Weihnachtsgeschenke gekauft.

Frank Teichert hat einige Weihnachtsgeschenke gekauft.

Foto:

M. Junghans

Zeitz -

Vollgepackt steht Frank Teichert am Ausgang der Zeitzer Wohnungsgenossenschaft (ZWG).

Unterm Arm eine große ferngesteuerte Feuerwehr, eine Tasche mit Kleinkram über der Schulter und vor sich her schiebt er einen Puppenwagen, der ebenfalls prall gefüllt ist. „Für uns kann Weihnachten kommen, wir haben jetzt alles“, sagt der Familienvater. Seine Frau Peggy Teichert ist auch zufrieden, denn in wenigen Wochen steht Nachwuchs ins Haus. Anfang Dezember soll das dritte Kind das Licht der Welt erblicken. Dann wird es weniger Zeit geben, sich um die Geschenke zu kümmern. „Wir haben von der Börse gelesen und sind spontan hergefahren. Der erste Besuch hier war ein voller Erfolg“, sagt die werdende Mutter. Ihre beiden großen Kinder (zwei und fünf Jahre alt) haben sie zu Hause gelassen. „Sonst ist die Überraschung unterm Weihnachtsbaum dahin“, lacht Frank Teichert.

Bereits die fünfte Spielzeugbörse

Bereits zum fünften Mal organisierte die ZWG diese Spielzeugbörse, bei der Privatpersonen ihre gebrauchten Waren anbieten können, mit denen die eigenen Kinder sich nicht mehr beschäftigen oder einfach nur viel zu viel im Schrank ist. Familie Teichert hat stolze 65 Euro ausgegeben. „Die Dinge sind doch super und ob die gebraucht sind oder nicht, ist uns egal. Es muss nicht immer alles neu sein. Hätten wir die gleichen Dinge im Geschäft gekauft, hätten wir locker das dreifache Geld ausgegeben“, ist sich Peggy Teichert sicher.

Viele Besucher und lange Schlangen

Die Schlange an der Kasse wird immer länger. Hier ein Fahrrad, da eine Kiste voll mit Holzschienen oder eine ganze Truhe gefüllt mit Autos. Für nahezu jedes Alter ist etwas dabei. Der vierjährige Joel Sieghardt hat es bis zur Kasse geschafft und steht nun ganz glücklich vor der Tür. „Ich hab ganz viele Tiere gefunden“, sagt er stolz. Seine Mutter Simone lacht und erklärt, dass die bei ihrem Sohnemann grad ganz groß in Mode sind. „Egal, ob Zoo- oder Haustiere. Der liebt die einfach“, sagt sie. Ganz besonders stolz ist sie auf eine Kiste voller Plastikbausteine. Simone Sieghardt hat sie nur zufällig entdeckt. „Die stand da ganz unscheinbar in der Ecke und ich wusste nicht, was drin ist. Als ich reinschaute, war ich überrascht und hab sie mir gleich gesichert“, erzählt sie. Für Familie Sieghardt ist der Besuch erfolgreich gewesen. Das Kind ist glücklich über die Tiere, die Mutter über die Bausteine und darüber, dass sie ein paar Schnäppchen schlagen konnte.

DVDs und Bücher mit Gute-Nacht-Geschichten

Juliane Richter hingegen ist enttäuscht, aber nicht über die Börse, sondern darüber, dass sie erst so spät daran gedacht hat, dass sie stattfindet. „Heute ist doch Feiertag, und ich dachte, die machen das erst nächste Woche. Ich habe es völlig vergessen“, sagt die 27-Jährige. Es ist schon kurz vor zwölf - im wahrsten Sinne des Wortes. Eigentlich hat sie für ihre fünfjährige Tochter einen Lerncomputer gesucht und eine schöne weiche Puppe. „Keine Ahnung, wie das Angebot am frühen Vormittag war, aber jetzt sind diese Dinge zumindest nicht mehr zu finden“, stellt die Zeitzerin fest. Damit sie aber nicht ganz mit leeren Händen nach Hause geht, hat sie zumindest eine DVD und ein Buch mit Gute-Nacht-Geschichten mitgenommen. „Darüber wird sich meine Püppi sicher auch freuen“, sagt Juliane Richter.

Die Spielzeugbörse der ZWG erfreut sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Die Menschen nutzen die Gebrauchtwaren-Basare, um günstig an Spielwaren zu kommen. Gerade vor Weihnachten wollen viele noch ein Schnäppchen ergattern. Oft findet man neben bereits bespielten Artikeln sogar ein paar ganz neue Produkte, bei denen eine Menge Geld gespart werden kann. Die nächste Spielsachenbörse findet am 7. November in Kretzschau statt. (mz)


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