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OB-Wahl in Zeitz: Volkmar Kunze will Begonnenes zu Ende bringen

Volkmar Kunze

Oberbürgermeister Volkmar Kunze tritt zur Wahl noch einmal an.

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Hartmut Krimmer

Zeitz -

Natürlich will er eine weitere Amtszeit Zeitzer Oberbürgermeister bleiben: Der Amtsinhaber Volkmar Kunze (62) tritt zur Wahl wieder an. Sein erklärtes Ziel: Begonnenes zu Ende bringen, den beschrittenen guten Weg der Stadt fortsetzen und das eine oder andere neue Projekt anschieben. Das bedeutet weitere sieben Jahre in und für Zeitz. „Als Oberbürgermeister hat man zumindest in der Woche keine Zeit für Familie, da kann man froh sein, wenn am Wochenende Zeit bleibt.“ Das gehe natürlich nur, wenn die Familie mitspiele. Seine Frau unterstützt ihn, und die Kinder sind zum Glück flügge. Wenn er dann aber nach 70 bis 80 Arbeitsstunden in der Woche Zeit hat, dann gehören Familientreffen, Besuche bei fünf Kindern und vier Enkeln zum Standardprogramm. Sonst ist sein Lebensmittelpunkt aber in Zeitz. „Wenn ich am Wochenende zu meiner Frau fahre, dann ist das wie die Fahrt auf die Datsche“, meint er schmunzelnd.

Rund 85 Prozent seiner Arbeit ist reine Verwaltungstätigkeit, zehn Prozent Repräsentieren und gerade einmal fünf Prozent sind politischer Natur. Kunze ist FDP-Mitglied. Doch nach Zeitz kam er anders: „Haseloff und Böhmer haben mich angesprochen und haben mir für den Fall, dass ich in Zeitz Oberbürgermeister werde, die Unterstützung zugesagt, zum Beispiel beim Nachholen von Fördermitteln, die man vorher in Zeitz nicht haben wollte.“ Er erinnert auch daran, dass er den Haushalt 2008 mit einem Loch im Verwaltungshaushalt von über fünf Millionen Euro übernommen hat. Mit der sofort begonnenen sensiblen Konsolidierung konnte letztendlich 2011 ein ausgeglichener Jahreshaushalt vorgestellt werden. „2009 stand Zeitz ohne weiterführende Konzepte da. Wir haben Stadtentwicklungskonzept oder Verkehrskonzept, den Rahmenplan für das Sanierungsgebiet auf den Weg gebracht, alles Voraussetzung, um bei den Förderprogrammen mitreden zu können.“ Weberstraße, Kreisverkehr, die Bürgerplanung am Franziskanerkirchhof, die Gestaltung entlang der Rothestraße mit den Weinbergen, das alles trage ganz klar seine Handschrift. Er belegt das auch mit Zahlen: 2008 gab es 70 Prozent Leerstand am Neumarkt und mehrere Ruinen. Jetzt gibt es keine Ruine mehr, der Leerstand liegt noch bei zehn bis 15 Prozent, das sind unsanierte Wohnungen. „Ich bin froh, dass hier die Wohnungsbaugesellschaft mitgezogen hat bei ,Hinein in die Mitte’.“ Vieles sei mit den Bürgern gelaufen. Auch wenn er keine Sprechstunde mit Wartezimmer durchführe, sondern seine Sekretärin Termine plane, sei er für die Bürger da. Und das mache er schon seit 1988 so, als er Bürgermeister in Radebeul wurde. Zuvor hatte er nach dem Abitur ein Fernstudium an der Akademie für Staats- und Rechtswissenschaften Potsdam absolviert und 1988 seine Dissertation verteidigt.

Stolz ist Kunze auf die vielen Unterstützer. Im Stadtrat sind es CDU, Linke, ZfZ und ALL/AfD, die sich geschlossen dazu erklärt haben. Das ganze Spektrum, wie er meint. „Auch vom Klinikum kommt Rückenstärkung. Ich habe die Hausarztausbildung mit angeschoben und dass Zeitz Lehrkrankenhaus für die Uni Leipzig wird.“ Er freut sich sehr über die vielen Schreiben aus der Wirtschaft, die man auf seiner Seite nachlesen kann. „Wir wären nicht mehr hier, wenn Sie nicht gewesen wären“, zitiert er aus einem Brief.(mz)


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