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Lesung in Zeitz: Franziska Troegner und Jaecki Schwarz im Capitol

Franziska Troegner und Jaecki Schwarz

Franziska Troegner und Jaecki Schwarz waren im Capitol zu Gast.

Foto:

Hartmut Krimmer

Zeitz -

Einen schaurig-schönen Nachmittag erlebten über 280 Gäste am Sonntag im Zeitzer Capitol. Die beiden bekannten Berliner Schauspieler Franziska Troegner und Jaecki Schwarz, Polizeirufkommissar im Ruhestand, machten mit einer szenischen Lesung in der Elsterstadt Station. Im Gepäck hatten sie fünf Kurzgeschichten mit kriminalistischem Hintergrund des britischen Autors Roald Dahl (1916 bis 1990). Dahl, als Sohn norwegischer Einwanderer in der Nähe der walisischen Hauptstadt Cardiff geboren, gilt mit seiner makaber-satirischen Erzählweise als Meister des Schwarzen Humors, der sich in Großbritannien bekanntlich großer Beliebtheit erfreut. 

Eine überzeugende Kostprobe aus dem Werk des ehemaligen Royal Air Force-Piloten, der auch zahlreiche Kinderbücher wie „Matilda“ oder „Charlie und die Schokoladenfabrik“ schrieb, konnte das Publikum an diesem Sonntagnachmittag genießen. Mit wenig Requisiten, aber mit viel sprachlicher Ausdruckskraft und dem gekonnten Einsatz von Mimik und Gestik gelang es den beiden Darstellern, ein inneres Bild der Handlung im Kopf der Zuhörer zu erzeugen. So fieberte das Publikum mit, als der 17-jährige Billy Weaver ein Zimmer bei einer ziemlich ominösen Wirtin bezieht. Aber auch eine der bekanntesten Kurzgeschichten des Autors, in der es um die kreative Beseitigung einer ungewöhnlichen Mordwaffe geht, durfte bei dieser Lesung nicht fehlen.

„Es war wie im Hörspiel“

„Die Lammkeule“ dürfte manchen der jüngeren Zuhörer noch aus dem Deutschunterricht bekannt sein. Anders als in der ein oder anderen vorgetragenen Geschichte endete der Abend nicht im Desaster oder Blutbad, sondern als großer Erfolg. Die Gäste zeigten sich begeistert. „Es war sehr gut, ich mag beide Darsteller“, so Renate Schmidt aus Zeitz. „Sehr schöne Rezitationen, wir kommen immer wieder gerne ins Capitol“, sagte das Zeitzer Ehepaar Elke und Heribert Wollbrecht. „Es war wie im Hörspiel, und Jaecki Schwarz hat immer noch viel Witz und Humor“, erläuterte das Würchwitzer Original, Helmut „Humus“ Pöschel, der Schwarz nach der Lesung auch noch einmal für seine unentgeltliche Mitarbeit im neuesten Streifen der Würchwitzer Olsenbande dankte.

Auch Franziska Troegner hat der Auftritt in Zeitz gefallen: „Das war unsere 75. Vorstellung heute, angefangen haben wir einst in Dieter Hallervordens Schlossparktheater in Berlin. Es ist toll, dass wir zu unserem kleinen Jubiläum in einem solchen architektonischen Edelstein wie dem Capitol mit solch einem netten Personal auftreten dürfen. Außerdem hat es dem Publikum gefallen!“ (mz)


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