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Hochwassersituation: Mit 5,92 Meter Land unter bei Schönburg

Uhr | Aktualisiert 06.01.2003 19:21 Uhr
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Seenlandschaft vor Großjena: Mit dem...

Seenlandschaft vor Großjena: Mit dem Pegelstand von 4,77 Meter überflutete die Unstrut am Wochenende Grundstücke des Naumburger Ortsteils, der seitdem nur aus Richtung Freyburg erreichbar ist, da die Verbindung von Kleinjena noch immer gesperrt ist. Nachdem gestern die Pegel von Saale und Unstrut sanken, wird heute die Warnstufe vier aufgehoben. Foto: Hans-Dieter Speck

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Die Hochwassergefahr ist gebannt: Seit Montagmittag sinken die Pegel von Saale und Unstrut, für die Saale kann am Dienstag die Warnstufe vier aufgehoben werden. Nachdem der Fluss zwischenzeitlich mit 5,92 Meter seinen Höchststand erreicht und in Bad Kösen sowie Schönburg Teile dieser Orte sowie angrenzende Flächen überflutet hatte, geht die Einsatzleitung der Stadt Naumburg von weiterer Entspannung aus. Allerdings bleiben noch weite Gebiete überschwemmt und Straßen gesperrt, so auch durch das Unstrut-Hochwasser in Großjena. Am Sonnabend hatten sich die Einwohner der vom Hochwasser betroffenen Orte mit Sandsäcken und Keller-Auspumpen gegen das Wasser gewehrt.
Schönburg. 

Die Hochwassergefahr ist gebannt: Seit Montagmittag sinken die Pegel von Saale und Unstrut, für die Saale kann am Dienstag die Warnstufe vier aufgehoben werden. Nachdem der Fluss zwischenzeitlich mit 5,92 Meter seinen Höchststand erreicht und in Bad Kösen sowie Schönburg Teile dieser Orte sowie angrenzende Flächen überflutet hatte, geht die Einsatzleitung der Stadt Naumburg von weiterer Entspannung aus. Allerdings bleiben noch weite Gebiete überschwemmt und Straßen gesperrt, so auch durch das Unstrut-Hochwasser in Großjena, das ebenfalls zum Teil noch überflutet ist. Am Sonnabend hatten sich die Einwohner der vom Hochwasser betroffenen Orte mit Sandsäcken und Keller-Auspumpen gegen das Wasser gewehrt.

Schon wieder auf dem Trockenen lagen am Montagnachmittag die Boote des Schönburger Kanuclubs, um rund 20 Zentimeter war der Saale-Pegel gesunken. Zwar konnte der Schönburger Kindergarten noch nicht trockenen Fußes erreicht werden, doch ging auch in der Uferstraße das Wasser sichtbar zurück. "Die Situation bleibt weiter angespannt, wir gehen jedoch davon aus, dass die Pegel von Saale und Unstrut weiter sinken", sagte Landrat Harri Reiche am späten Montagnachmittag unserer Zeitung.

Trotz des Absinkens der Pegel - die Saale hatte in der Nacht zum Sonntag mit 5,92 Meter ihren Höchststand erreicht - bleiben jedoch noch weite Flächen in Ufernähe von Unstrut und Saale überflutet und damit einige Straßen gesperrt. Bereits am Sonntag hatte sich eine Beruhigung der Situation abgezeichnet, nachdem die Pegel stagnierten. "Ich hoffe, dass ich bis zum Dienstag mein Auto wieder aus dem Hof bringen kann", sagte der Schönburger Jörg Stützer, dessen Haus sich in der Nähe der Saale befindet, am Sonntag unserer Zeitung. In Sicherheit gebracht worden waren zuvor etliche Wohnwagen, die auf dem Gelände des Kanuclubs gestanden hatten.

Das Club-Gelände wie auch der Bereich des Naturkundehauses und an der Saale gelegene Häuser in Schönburg waren auch am Montagnachmittag noch vom Hochwasser betroffen. Vor Schönburg bis hinauf zum Halleschen Anger zeigte sich ein Seenlandschaft. Hilfreich für Schellsitz war der nach der Flut von 1994 erhöhte Damm, der das Hochwasser um den Naumburger Ortsteil herumleitete. Das Wasser der Saale kam bei einem am Sonnabend um 18 Uhr ermittelten Pegelstand von 5,83 Meter - der dort bislang höchste Pegel wurde 1994 mit 6,30 Meter gemessen - zwar fast bis an die im linken Bereich des Ortsteils gelegenen Häuser heran, gefährdet war jedoch niemand.

Auch die Zufahrtsstraße nach Schellsitz konnte befahren werden. Kritisch gestaltete sich die Situation am Naumburger Gänsegries, wo ein Wohnhaus mit Sandsäcken abgedichtet werden musste. Auch in Großjena waren am Montag noch einige Häuser vom Hochwasser betroffen. Wie auf einer Insel standen dort die Pferde von Grobers Reiterhof, der jedoch über die einzige Verbindung in den Naumburger Ortsteil von Freyburg her erreichbar blieb. Naumburgs Oberbürgermeister Hilmar Preißer und Bauamtsleiter Jens Zimmer begutachteten am Sonntagmittag die Situation in Großjena sowie den weiteren Ortsteilen. Preißer, der seinen Urlaub in München wegen des Hochwassers abgebrochen hatte, zu unserer Zeitung: "Die Stadt hat eine Einsatzleitung gebildet und einen Notruf beim Bauhof eingerichtet, der unter der Nummer 03445 / 27 34 81 Tag und Nacht erreichbar ist." Am Sonnabend, als die Saale immer weiter anstieg, gingen dort zahlreiche Anrufe ein. Vor allem Sandsäcke wurden benötigt.

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