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Energiespeicher: Zeitzer Firma gewinnt Preis für Speicher-Innovation

Uhr | Aktualisiert 01.02.2013 20:39 Uhr
Roland Scheller zeigt die Steuerungsanlage. (FOTO: CORINA WUJTSCHIK) 
Die Zeitzer Firma Senertec hat eine besondere Auszeichnung erhalten. Beim Wettbewerb um den Hugo-Junker-Innovationspreis des Landes Sachsen-Anhalt gewann sie den dritten Preis in der Kategorie "Innovativste Konzepte für die Energiewende".
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Zeitz/MZ/ank. 

Die Zeitzer Firma Senertec hat eine besondere Auszeichnung erhalten. Beim Wettbewerb um den Hugo-Junkers-Innovationspreis des Landes Sachsen-Anhalt gewann sie den dritten Preis in der Kategorie "Innovativste Konzepte für die Energiewende".

Das Unternehmen mit Sitz im Gewerbegebiet Zeitz-West hat ein Steuerungssystem entwickelt, das es am Ende möglich machen kann, ein Leben zu führen, getrennt vom öffentlichen Stromnetz, erläuterte am Freitag Geschäftsführer Roland Scheller. In Gebäuden, wo Energie aus der Kraft der Sonne, aus der Kraft des Windes, des Wassers oder aus einer eigenen Kraft-Wärmeanlage gewonnen wird, wird der Energiefluss so geregelt, dass zu viel erzeugter Strom in Batterien gespeichert wird. Dabei ist es egal, ob die Häuser am öffentlichen Stromnetz angeschlossen sind oder nicht. Wird also mehr Energie erzeugt als aktuell genutzt, dann erfolgt eine Speicherung. Sind die Speicher, also die Batterien voll, kann überschüssige Energie ins öffentliche Netz eingespeist werden. Im Gegenzug steuert das System aber auch den Bezug der Energie aus den Speichern, wenn eine Komponente ausfällt. Und das öffentliche Netz dient sozusagen als Notstromaggregat.

Die Idee hinter der Entwicklung, die den Namen Hybrid-Energie-Speichersystem (Hes) "Muräne" trägt, erklärt Scheller so: "Wenn schon Energie selbst erzeugt wird, dann soll man sie auch selbst nutzen." Und die Zeitzer Neuentwicklung könne auch dazu beitragen, das regionale oder überregionale Energienetz zu entlasten. Dass die Entwicklung den Eigennamen Muräne trägt, hat nichts mit der Konstruktion an sich zu tun. Es geht viel mehr um einen Werbeeffekt. Das Tier als Symbol solle die Nähe zur Natur und zur Umwelt zum Ausdruck bringen. Schließlich gehe es um umweltfreundliche Energie. Die Muräne, so Scheller, wurde auch deshalb gewählt, weil es nicht ein "ganz so niedliches Tier ist". Der Umgang mit Strom sei ja nicht ganz ungefährlich.

Derzeit ist das System zur Installationsreife entwickelt für Mehrfamilienhäuser und für kleinere Gewerbebetriebe. Noch in diesem Jahr, so Scheller, solle es eine Lösung für die Besitzer von Einfamilienhäusern geben. Die Konstruktion befinde sich derzeit in der Testphase. Dass die Firma Senertec einen Innovationspreis erhalten habe, das freue den Geschäftsführer. "Es ist doch ein Zeichen, dass unsere Leistung anerkannt wird. Schließlich stecke hinter der Entwicklung ein Jahr intensiver Arbeit. Die sei natürlich auch in Kooperation mit den Herstellern der verschiedenen Baukomponenten erfolgt.

Die Firma Senertec beschäftigt am Standort in Zeitz derzeit acht Mitarbeiter. Sie vertreibt und betreut Energiesysteme mit Kraft-Wärme-Kopplung.

Mehr Informationen und Kontakt: 03441 / 68 33 22

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