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Vereitelt: Aufmerksamer Bahner verhindert Diebstahl in Wittenberg

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Die Bau-Union in der Coswiger Landstraße

Foto:

Archiv/Klitzsch

Wittenberg -

Einen Diebstahl hat ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn vereitelt. Gegen 22 Uhr am Freitagabend alarmierte der Mann die Polizei, weil ihm auf dem Hof der Wittenberger Bau-Union etwas verdächtig vorkam.

"Da wollten wohl Diebe in Größenordnungen Kabel stehlen", erzählt Geschäftsführer Kurt Bolz der Mitteldeutschen Zeitung am Montag. Telefonisch schickt er seinen Stellvertreter Maik Pinnig zur Firma. "Da war schon ein ordentliches Polizeiaufgebot da, zwei Streifenwagen und ein Transporter", erklärt Pinnig. Offenbar hatten Diebe versucht, sich über die Gleise der Bahn von der Nordseite her Zutritt zum Firmengelände zu verschaffen. "Die haben den Maschendrahtzaun ausgegraben und hochgebogen und sind dann drunter durch. Weil sie gestört wurden, haben sie sich dann aus dem Staub gemacht", erklärt er. Mit Taschenlampen habe man den vermeintlichen Fluchtweg untersucht und dabei mehrere Bündel Kabel auf dem Boden liegen sehen. "Es müssen wohl also mehrere Personen gewesen sein", erzählt er.

Die Polizei habe anschließend mit einem Fährtenhund die Spurensuche aufgenommen. Auf dem Firmengelände hatten die Täter außerdem einen wasserdichten Packsack liegenlassen.

"Die Personen sollen dunkel gekleidet gewesen sein. Der Fährtenhund hat die Spur bis zum Einstieg verfolgen können. Wir ermitteln in dem Fall", erklärt Wittenbergs Polizeichef Marcus Benedix auf Nachfrage der Mitteldeutschen Zeitung.

Beeindruckt zeigte sich Maik Pinnig von dem Mitarbeiter der Bahn, der die Diebe gestört hat. "Das ist Zivilcourage. Toll, dass es solche Leute gibt - sonst wohnt ja hier hinten keiner, der es hätte merken können." (mz)


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