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Tierquälerei in Wittenberg: Kabelbinder drückt Katze die Luft ab

Die Katze ist relativ alt. nichtsdestotrotz wird nun nach einem neuen Tierhalter Ausschau gehalten.

Die Katze ist relativ alt. nichtsdestotrotz wird nun nach einem neuen Tierhalter Ausschau gehalten.

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Alexander Baumbach

Wittenberg -

Ein Fall von Tierquälerei hat am Donnerstag in Wittenberg für Erschütterung gesorgt. In Höhe des Hundeplatzes in der Tschaikowskistraße ist eine Katze gefunden worden, um deren Hals ein Kabelbinder gelegt war - so fest zugezogen, dass das Tier kaum noch Luft bekam.

Das teilte die Sprecherin des Wittenberger Polizeireviers mit. Eine aufmerksame Pkw-Fahrerin habe die Katze bereits am Mittwochnachmittag gegen 14.30 Uhr entdeckt. Die 58-Jährige brachte sie sofort zum Tierarzt, wo die Katze gerettet werden konnte. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet, hieß es gestern.

Neue Familie für die Katze gesucht

Inzwischen geht es der Katze wieder den Umständen entsprechend gut. Das sagte die Leiterin des Tierheims in Reinsdorf, Marion Malbrich. Dorthin ist die Katze nach der Behandlung durch die Tierärztin gebracht worden. Es handle sich um ein relativ altes Tier, erklärte sie. Marion Malbrich hofft trotzdem, dass sich jemand findet, der es aufnimmt. Ein derartiger Fall ist ihr bislang noch nicht untergekommen. Mit Tierquälerei habe das Heim selten zu tun - eher mit Vernachlässigungen.

Das bestätigt auch Jürgen Krause, Chef des Tierheimvereins. „So häufig kommt das hier nicht vor.“ Er erinnert allerdings an den Fall von Straach, wo im Jahre 2011 ein Hund in einer ehemaligen Sickergrube, die mit einem schweren Deckel verschlossen war, gefunden worden war. Das Tier sollte offenbar lebendig begraben werden. Außerdem sind im Kreis schon Katzen beschossen und verletzt worden. (mz)


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