Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

Reformationsjubiläum: Vorbereitungen für Asisi-Panorama in vollem Gange

Rotunde folgt dem KTC in Wittenberg.

Rotunde folgt dem KTC in Wittenberg.

Foto:

Alexander Baumbach

Wittenberg -

Es wird eng. Rando Gießmann, Geschäftsführer der Wigewe, räumt das unumwunden ein. Mit erheblichem Zeitverzug ist jetzt die Baugenehmigung unterzeichnet worden für eines der spektakulärsten Projekte zum Reformationsjubiläum - die Rede ist vom Asisi-Panorama, Luther 1517 als Kunstwerk in einer Größe von 15 mal 75 Meter. Präsentiert im 360-Grad-Format in einer Rotunde, deren Bau eben die Aufgabe des kommunalen Wohnungsunternehmens Wiwege ist.

Neuer Inhalt (1)

Erster Entwurf der Rotunde für das Panorama LUTHER 1517.

Foto:

Visualisierung: asisi

Zweieinhalb Millionen Euro sind eingeplant - allein für den Bau, eine komplizierte Stahlkonstruktion, wie Gießmann beschreibt. Verzögerungen hat es gegeben wegen Frost und Regen und eben weil es sich um einen „Sonderbau“ handelt. Nicht üblich, mit verschiedenen Besonderheiten, die es bei der Genehmigung zu berücksichtigen gilt. Nun soll alles ganz schnell gehen mit der Errichtung der Rotunde. Dort, wo einst das weithin geschätzte KTC stand, das abgerissen wurde - „nicht frei von Schmerzen“, wie Torsten Zugehör, der Oberbürgermeister, einräumt. „Dem Rückbau folgt der Aufbau.“ Das Panorama von Yadegar Asisi, der seine Spuren mit ähnlichen historischen Projekten in Leipzig oder Dresden bereits hinterlassen hat, nennt Wittenbergs OB „eine wunderbare Interimslösung“ - vor dem Wohnungsbau, der dort später erfolgen soll. Zunächst aber kommt die „Blechbüchse“, 18 Meter hoch, 25 Meter im Durchmesser, die Stahlkonstruktion mit Dämmelementen. Den Bau betreut ein Architektenbüro aus Berlin, das schon andere Asisi-Panoramen begleitet hat, die spezialisierte Stahlbaufirma stammt ebenfalls aus Berlin.

Nächste Woche übergibt die Stadt das Grundstück an die Wigewe, die es pachtet und die Rotunde später an die „Luther 1517 gGmbH“, eine Tochter des Vereins Reformationsjubiläum 2017 vermietet - für etwa fünf Jahre, so lange soll das Panorama stehen. Tiefbau und Betonarbeiten folgen nach der Vermessung ab März, bis 8. August muss die Stahlkonstruktion stehen, die dann noch ausgestattet wird, etwa mit Lichttechnik oder Sanitäreinrichtungen. Acht bis zehn Tage sind vorgesehen, um das Kunstwerk einzurichten. Eröffnet werden soll am 21. Oktober. „Unsere Pufferzeiten“, sagt Gießmann, „sind bereits verbraucht. Es steht Spitz auf Knopf.“

Dass das Panorama, das Wittenberg und Martin Luther vor 500 Jahren zeigt, ein Erfolg wird (und die Wigewe nicht auf den Kosten sitzen bleibt), Camilo Seifert, kaufmännischer Leiter von „Luther 1517“ ist da sehr optimistisch. „Bisher waren alle Panoramen von Asisi ein Erfolg.“ Wittenberg und das Jubiläum böten gute Voraussetzungen. Etwa 20 Mitarbeiter sollen dort eine Beschäftigung finden, mit Stadtführern sind bereits Verbindungen aufgenommen worden - und der Eintrittspreis steht ebenfalls schon fest: elf Euro für Vollzahler, neun Euro ermäßigt. (mz)


Das Wetter in Wittenberg: präsentiert:

Bilder
Babybilder

Es gibt neue Nachrichten!

Wir haben neue Artikel für Sie. Möchten Sie jetzt die aktuelle Startseite laden?