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Nach Anschlägen in Gräfenhainichen: Schleifer soll trotzdem Asylunterkunft werden

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Trotz wiederholter Anschläge gält der Landkreis an der Asylunterkunft in Gräfenhainichen fest.

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Klitzsch

Gräfenhainichen -

Die geplanteFlüchtlingsunterkunft in Gräfenhainichen ist am Wochende erneut mit Steinen angegriffen worden: Glasscheiben und eine Werbetafel sind zu Bruch gegangen. Dabei enstand ein Schaden von mehreren Hundert Euro. Doch trotz wiederholter Attacken auf den ehemaligen Büro-Komplex hält der Landkreis Wittenberg an dem Schleifer-Gebäude fest. Es ändere sich nichts an den Plänen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes am Montag. Allerdings stehe das einstige Bürogebäude wegen eines früheren Schadens mittelfristig nicht zur Verfügung.

Schon seit Dezember unbewohnbar

Ein Polizeisprecher sagte, ein politisch motivierter Hintergrund für die Tat sei nicht auszuschließen. Das Gebäude, in dem bis zu 80 Flüchtlinge unterkommen sollen, ist schon seit Dezember 2015 unbewohnbar. Damals hatten Unbekannte die Waschräume so beschädigt, dass das Gebäude voll Wasser lief. Der Sachschaden belief sich auf 80 000 Euro. Seitdem wurden mehrfach Steine auf das Haus geworfen. Eine konkrete Spur zu den Tätern gebe es bisher in keinem der Fälle, sagte der Polizeisprecher.
Auch im Fall der Steinwürfe auf eine bewohnte Flüchtlingsunterkunft in Magdeburg haben die Ermittler noch keine heiße Spur, wie ein Polizeisprecher sagte. Am Samstagmorgen waren drei Männer beobachtet worden, die Steine gegen Balkone warfen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei vermutet ein politisches Motiv. (mz/dpa)


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