Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

Konflikt im Landkreis Wittenberg: Holzdorfer Flüchtlinge protestieren vor dem Landratsamt

Protest vor dem Wittenberger Landratsamt

Protest vor dem Wittenberger Landratsamt

Foto:

klitzsch

Wittenberg -

Der nächste Protest: Am Mittwochnachmittag versammelten sich rund 40 Asylbewerber vor dem Landratsamt Wittenberg - zum Teil mit Schlafsäcken und in Decken gehüllt. Sie fordern, in Wohnungen untergebracht zu werden. Es handelt sich um syrische Flüchtlinge, die zunächst im September in der Mehrzweckhalle Holzdorf unterkamen, bevor sie im Dezember nach Naumburg gebracht wurden - in eine dortige Jugendherberge. Weil die jungen Männer dem Landkreis Wittenberg zugewiesen sind, erfolgte am Montag der Rücktransport einer ersten Gruppe (die zweite kommt in wenigen Tagen).

Das Domizil diesmal: die Gemeinschaftsunterkunft in Coswig. Die Syrer kritisieren die Bedingungen dort, auch der mehrfache Ortswechsel sei einer Integration nicht förderlich. Sie wollen Deutsch lernen und wie andere Asylbewerber auch in Wohnungen ziehen können.

Nach einem Treffen im Landratsamt entspannte sich die Situation. Heike Schwager, zuständig für Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge erklärte, dass sich der Kreis sowohl um eine Verbesserung der Situation in der Gemeinschaftsunterkunft Coswig als auch um weitere Wohnungen bemühe. Vonnöten sei allerdings Geduld. Sie machte unterdessen auch deutlich, dass sich der Kreis nicht erpressen lassen könne von derartigen Protesten: „Sonst kriegen wir hier das Chaos.“ (mz)


Das Wetter in Wittenberg: präsentiert:

Bilder
Babybilder