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Nachrichten aus Sachsen-Anhalt, Mitteldeutschland und der Welt

Frida Charlott aus Wittenberg: Riesige Hilfe für krebskrankes Kind zum Geburtstag

Nur wenige Stunden konnte Frida Charlott an Ostern nach Hause kommen.

Nur wenige Stunden konnte Frida Charlott an Ostern nach Hause kommen. Dann muss sie wegen eines Fiebers zurück in die Uniklinik.

Foto:

Baumbach

Wittenberg -

„Das hätte ich niemals geglaubt, dass so viele Leute Anteil nehmen an unserem kleinen Löwenkind. Es gibt so viele, die uns helfen wollen, da weiß man gar nicht, wie man denen allen danken soll“, erzählt Sandra Schumann.

Das Schicksal der kleinen Frida Charlott aus Wittenberg ist seit dem ersten Beitrag in der Mitteldeutschen Zeitung zum Jahreswechsel auf ein unglaubliches Echo nicht nur in den sozialen Netzwerken sondern auch in anderen Medien gestoßen. Am Donnerstag hat sie Geburtstag.

"Sie kommt zum Geburtstag am 29. April heim. Da wollen wir ihr einen tollen Tag machen", erzählt ihre Mutter Sandra Schumann.

"Sie würde sich aber riesig freuen, wenn sie zum Geburtstag ganz viele Postkarten bekommen würde", äußert die 33-Jährige. Wer ihr schreiben möchte, schickt die Karte an

Die Adresse wurde auf Wunsch der Familie aus dem Online-Beitrag entfernt.

Wie es Frida Charlott geht, kann man auf ihrer Facebook-Seite verfolgen.

Der Rummel ist manchem im Internet mittlerweile unheimlich geworden. Die Initiative Mimikama, die Falschmeldungen im Netz untersucht und richtigstellt, wurde von besorgten Nutzern angefragt, ob es Frida Charlott überhaupt gibt.

Hilfe für Frida Charlott aus Wittenberg: Spendenaufruf liegt auf Eis

Mittlerweile sind mehrere tausend Euro an Spendengeldern eingegangen, die der Familie bei der Bewältigung der schweren Krise helfen sollen. Doch wo Licht ist, da gibt es auch Schatten. „Es gibt auch Neider, die sehr negativ auf die Spendenaufrufe reagieren. Aber was soll ich da sagen? Das Geld ist für Frida, wir fahren davon nicht in die Karibik in den Urlaub. Wir wissen nicht, was kommt und wie viel Zeit ihr bleibt – aber die Zeit wollen wir ihr einfach so schön wie möglich gestalten“, erklärt Schumann.

Die Familie lebt von Hartz IV, ihr Mann hat seine Stelle als Hausmeister aufgegeben, um rund um die Uhr bei Frida im Krankenhaus sein zu können. Sandra Schumann versorgt in Wittenberg die beiden älteren Kinder der Familie.

Überwältigt ist die Mutter von den vielen Spenden, die bei dem Verein zur Förderung krebskranker Kinder in Halle für Frida eingegangen sind. Die Verwaltung der Spendengelder erledigt sie – auf Anraten eines Anwalts – nicht selbst. „Das macht eine Treuhänderin für uns.“

Nun überlegt die Familie, wie sie der Zweijährigen damit das Leben erleichtern oder eine Freude machen können. Deswegen und weil es momentan auch ein Kommunikationsproblem mit dem Verein gibt, dass nach Ostern in einem Gespräch geklärt werden soll, hat die Familie den Spendenaufruf auf der Facebookseite von Frida Charlott vorerst gestoppt.

Frida sortiert den Posteingang.

Frida sortiert den Posteingang.

Foto:

Baumbach

„Das bedeutet aber nicht, dass wir irgendjemanden vor den Kopf stoßen wollen. Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist so groß, aber jetzt müssen wir uns erstmal wieder sammeln. Dass da so eine große Aktion draus wird, damit haben wir doch nicht gerechnet“, erzählt Fridas Mutter.

Benefizkonzert sucht Bühne

Jetzt hat sich sogar eine Band aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz gemeldet, die ein Benefizkonzert in Wittenberg oder Umgebung veranstalten wollen. „TapetenweXXel“ nennt sich die Truppe.

„Auf die Idee dazu kamen wir durch die Artikel über Frida Charlott und ihre Geschichte in der MZ. Alle waren sofort bereit, sich für Frida einzusetzen und so haben wir uns entschlossen eine Benefiz-Veranstaltung zugunsten von Frida und der Familie zu geben“, erklärt Schlagzeuger Kay Feuerberg. Die Partyband, die Hits aus den 70er, 80er und 90er Jahren spielt, sucht nun nach einer geeigneten Bühne für die Veranstaltung, die in der ersten Mai-Hälfte stattfinden soll.

„Es ist schwierig einzuschätzen, wie viele Leute denn kommen wollen. Platz für 250 bis 300 Gäste sollte auf jeden Fall sein“, erzählt Feuerberg.

Frida selbst bekommt den Rummel um sie nur teilweise mit. Aus dem Plan, die Ostertage bei der Familie in Wittenberg zu verbringen, ist nichts geworden. Bereits am Donnerstag kehrte die Zweijährige mit ihrem Vater ins Krankenhaus nach Halle zurück, weil sie fast 40 Grad Fieber hatte. Jetzt besuchen die drei „Wittenberger“ Schumanns Tochter und Vater im Krankenhaus. (mz)