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Wittenberg: Sekundarschule Friedrichstadt wird Modellprojekt

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 20:42 Uhr
Lehrer Andreas Vogel und die Klasse 6c der Sekundarschule Friedrichstadt lernen voneinander. (FOTO: KLITZSCH) 
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"Abgucken erwünscht", heißt es ab sofort in der Sekundarschule Friedrichstadt in Wittenberg. Die Schule trägt jetzt den Titel "Referenzschule für kollegiales Lernen". Neben fünf weiteren Modellschulen in Sachsen-Anhalt wurde sie mit ihren Unterrichtsformen und Lehrmethoden zum Vorbild ernannt.
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WITTENBERG/MZ. 

"Abgucken erwünscht", heißt es ab sofort in der Sekundarschule Friedrichstadt in Wittenberg. Gleich am Eingang der Schule ist dieser Slogan zu lesen und verbunden mit dem Titel "Referenzschule für kollegiales Lernen". Neben fünf weiteren Modellschulen im Land Sachsen-Anhalt wurde die Sekundarschule mit ihren Unterrichtsformen und Lehrmethoden zum Vorbild ernannt.

Von- und miteinander lernen

"Eine gute Fortbildung zeichnet sich durch das Lernen voneinander und miteinander, durch persönlichen Austausch und Empfehlungen aus", sagt Angelika Reuters, im Kultusministerium verantwortlich für Lehrerfort- und weiterbildung. "Die Pädagogik der Vielfalt, die Offenheit dieser Schule, die Kooperationen mit Vereinen und Firmen und die Lust, über all das zu reflektieren - das beeindruckt mich immer wieder und das hat auch die Jury überzeugt."

Als lernende Gemeinschaft lobt die Landesvertreterin die Schule, "immer in Bewegung und immer auf der Suche nach Neuem." Das Modellprojekt zielt zunächst bis 2014 darauf ab, die Erfahrungen und Erkenntnisse dieses Probierens mit Lehrern anderer Schulen zu teilen, die gegenseitige Weiterbildung der Pädagogen zu ermöglichen, vor allem organisatorisch und finanziell. Das Prinzip ist denkbar einfach: Abgucken und abgucken lassen. Konkret ist in der Wittenberger Sekundarschule im April beispielsweise die Weiterbildung zum Thema "Lernfreude wecken - aber wie?" geplant.

Der Austausch mit anderen Schulen ist für die Pädagogen der Sekundarschule nicht neu und Schulleiterin Ines Petermann ist sich der Vorteile dessen bewusst. "Vieles mag für uns schon selbstverständlich sein, weil wir es schon lange so machen." Der Austausch ermöglicht eine Außensicht auf die eigene Arbeit sowie neue Impulse. Seit rund vier Jahren pflegen sie den Austausch mit Kollegen anderer Schulen.

Hausaufgaben für Lehrer

Die gegenseitigen Besuche werden keine einmaligen Ereignisse sein. "Jeder bekommt Hausaufgaben, einen Auftrag. Und beim nächsten Termin tauschen wir uns darüber aus. Wie weit sind sie gekommen? Welche Erfahrungen haben sie gemacht?", erklärt Ines Petermann. Das schließt auch den Besuch in Klassen und den Austausch mit Schülern ein. Einige von ihnen stellten den Gästen am Mittwoch noch Ergebnisse ihrer Arbeiten aus den der projektorientierten Lerntagen vor - eins der Projekte, die die Sekundarschule zum Vorbild für andere Schulen machen.

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