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Wittenberg: Jury kürt schönstes Schaufenster

Uhr | Aktualisiert 28.12.2012 19:11 Uhr
Prämiertes Schaufenster des Steuerbüros Dohrau & Sembach. (FOTO: MZ) 
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Geschäfte, Dienstleister und Restaurants hatten sich vielfach Mühe gegeben, ihre Vorweihnachtlichen Angebote in den Schaufenstern hübsch zu dekorieren. Eine Jury wählt daraus die schönsten Schaufenster mit festlicher Note.
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WITTENBERG/MZ. 

Sterne, Kugeln, rote Schleifen - bei aller Hektik im vorweihnachtlichen Trubel lohnte es sich in diesem Jahr durchaus, auf dem Weg zum Einkauf in der Wittenberger Innenstadt einmal nach links und rechts zu schauen. Geschäfte, Dienstleister und Restaurants hatten sich vielfach Mühe gegeben, ihre speziellen Angebote in den Schaufenstern hübsch zu dekorieren und der potenziellen Kundschaft zu offerieren.

Auswahl fiel schwer

So fiel es der Jury des von "Network-Office" ausgelobten Schaufenster-Wettbewerbs in diesem Jahr ausgesprochen schwer, drei Sieger zu küren. Am Freitag übergab die Wittenberger Dienstleistungsagentur die Urkunden für die kreativsten Auslagen an das Elektrowaren-Geschäft Grüttner sowie das Steuerbüro Dohrau & Sembach, beide in der Collegienstraße, und das Restaurant "Markt Lücke". Kriterien für die Auswahl waren unter anderem, dass die Schaufenster ein weihnachtliches (nicht winterliches) Flair haben und Kunden unter diesem Aspekt zu einem Besuch animieren sollten.

"Wir haben alle Straßen unter die Lupe genommen" erklärte Diana Behrendt von "NetworkOffice". Das Steuerbüro hatte alle Jurymitglieder gleichermaßen beeindruckt, weil es dort eben nichts zu kaufen gibt. "Bei uns ist Dekoration immer Chefsache, da darf keiner dazwischen kommen", sagte Mitarbeiter Steven Baschien, der, da die Firmenleitung im Weihnachtsurlaub ist, die Urkunde in Empfang nahm. Bettina Sembach und Sekretärin Cindy Jonas kümmern sich laut Baschien um die Gestaltung je nach Jahreszeit, denn Produkte auszustellen habe man ja nicht.

Dagegen ist die Auswahl im Elektrowarengeschäft von Reinhard Grüttner groß. Vor allem Haushaltsgeräte sind hier im Angebot, im Advent wechseln aber auch elektrisch beleuchtete Weihnachtssterne gern den Besitzer. 1990 hat Grüttner das Geschäft übernommen. In den vergangenen Jahren hatte seine einfallsreiche Werbung immer knapp den Sprung unter die drei Besten verpasst. Jens-Uwe Kramer hatte am Freitag Urkunde und Blumen für Grüttner, der verhindert war, entgegen genommen. "Er freut sich sehr", bestätigte er.

Oft Winter statt Weihnacht

Martina Gralla, Wirtin der "Markt Lücke", zeigte sich überrascht, denn "ich habe ja kein Schaufenster im eigentlichen Sinn". Dennoch sprach ihre Dekoration der Fensterbänke und des Eingangs, was sich auch nach drinnen fortsetzte, die Jury an. Dass die Auswertung und Prämierung am Freitag bei ihr stattfand, hatte sie noch lange nicht daran denken lassen, dass sie zu den Ausgezeichneten gehören würde. Kaum ist Weihnachten vorbei, steigt sie auf winterliche Dekoration um. Manch anderer Geschäftsinhaber hatte Weihnachten gleich übersprungen und dem Winter in Sachen Gestaltung den Vorzug gegeben. Das aber fiel bei der Bewertung bewusst heraus, weil es eben nicht den Kriterien des Wettbewerbs entsprach. Positiv war der Jury aufgefallen, dass auch zahlreiche leerstehende Geschäfte mit einer Dekoration versehen waren.

In die engere Wahl waren auch in diesem Jahr etliche Läden und Restaurants gekommen. Da sind zum Beispiel "Arko" und das "Teekontor" nebenan sowie "Viba", die mit Kaffee, Tee und Süßwaren zu locken verstehen. Das Wäschehaus von I. G. Schneider in der Schlossstraße war ebenso aufgefallen wie "Schmuck-König" und "Uhren-Gräfe" in der Collegienstraße sowie "Tante Emma" am Markt mit seiner nostalgischen Note. Auch das Blumengeschäft von Christine Krüger in der Coswiger Straße war wie in den Vorjahren ein Blickfang, zudem zeigten die Apotheken der Innenstadt hübsche Ideen.

Manches Schaufenster geriet etwas kitschig, mit aufblasbarem Weihnachtsmann oder Schneegriesel überm Baum. Es gab auch nach wie vor absolute Verweigerer. Selbst das "Arsenal" hatte außer den Lichtervorhängen an den Haupteingängen nach außen keine Weihnachts-Accessoires zu bieten, obwohl es doch zahlreiche Schaufenster gibt.

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