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Wittenberg: Das Ende der Parkplätze

Uhr | Aktualisiert 25.11.2012 18:51 Uhr
Poller statt Parkplatz: Die Stadt setzt in der Geschwister-Scholl-Straße das Parkverbot durch. (FOTO: BAUMBACH) 
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Poller - klammheimlich gesetzt und fein säuberlich eingelassen zwischen den Bäumen auf dem Fußweg auf der Schulseite in der Geschwister-Scholl-Straße lassen keinen Platz mehr Autos zu parken. Das ruft bei den Bürgern jede Menge Ärger hervor.
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WITTENBERG/MZ. 

Gift für Geschäftsleute

"Und das, wo die Parkplatzsituation sowieso schon immer so angespannt ist in der Innenstadt - da fällt denen von der Verwaltung immer noch was Neues zum Sticheln ein", erbost sich Beate Klauß, die einen Buchladen in der Straße betreibt. "Auch für die Heubner-Passage ist doch das Gift, wenn man nirgends parken kann", erklärt sie.

Die Stadtverwaltung weist diesen Vorwurf zurück. "Da war schon immer eingeschränktes Halteverbot - das setzen wir mit den Pollern nur endlich um", sagt Sprecherin Karina Austermann. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sei das sogenannte "einhüftige" Parken erlaubt - also mit der linken Fahrzeugseite auf der Straße, mit der rechten auf dem Fußweg. Gleiches geht auf der anderen Straßenseite nicht, "weil dann die vorgeschriebene Durchfahrtsbreite nicht mehr ausreicht", sagt Austermann.

An dem Fußweg habe es nicht nur Schäden durch das Parken auf dem Bordstein gegeben - auch hätten sich Fußgänger mit Kinderwagen oder Rollatoren beklagt. Für die sei der Fußweg mit parkenden Autos angeblich zu schmal gewesen. Abhilfe hat man jetzt mit den zehn kleinen Pfeilern geschaffen. Nach der Breite der befahrbaren Straße fragt man indes in der Umgebung wenig. "In der Zimmermannstraße kann man normalerweise nur Einbahnverkehr machen - wenn da was von vorn kommt, ist dicht", sagt Uwe Fabian, Lehrer in der Evangelischen Gesamtschule. "Da fährt man manches Mal eine Ehrenrunde, wenn man frühmorgens mal mit dem Auto kommt - und parkt dann irgendwo ganz weit weg", gibt ihm seine Kollegin Birgit Freihube recht. Für die Schulleiterin sei ein kleiner Fußweg vom Auto zur Arbeit grundsätzlich kein Problem, aber gerade wenn man noch etwas sperriges zu tragen habe, sei es nervig. Bei schönem Wetter kommt sie deswegen mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Dozenten verspäten sich

Gerade früh am Morgen sei das Chaos vor der Schule perfekt. "Da bringen viele Eltern ihre Kinder zur Grundschule, die Lehrer suchen Parkplätze, mancher Anwohner ist noch nicht zur Arbeit gefahren", beobachtet Beate Klauß. Und auch Martina Matussek vom Mehrgenerationenhaus "Harold und Maude" gegenüber dem Kino ist nicht einverstanden mit den Pollern. "Da liegt das Ordnungsamt förmlich auf der Lauer, wenn ich zum Ein- und Ausladen auf dem Fußweg parken muss. Bei manchen Projekten haben wir auch Gäste und Dozenten von außerhalb - die kommen dann erstmal prompt zu spät, weil sie ja nicht mit diesem Parkplatz-Irrsinn rechnen."

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