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Kreis Wittenberg: Stimmungsvoll und überschaubar

Uhr | Aktualisiert 23.12.2012 18:39 Uhr
Sind die Lichter angezündet... (FOTO: MZ) 
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Drei Tage verzauberte der Adventsmarkt die Kurpromenade in Bad Schmiedeberg. Bei Temperaturen um null Grad ließ es sich am Sonnabend prächtig noch einmal Glühwein und Bratwurst genießen und mit Bekannten plaudern, die man vermutlich erst im neuen Jahr wieder sieht.
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BAD SCHMIEDEBERG/MZ. 

Rechtzeitig zum letzten der drei Adventsmarkttage hatte es geschneit. Das war die schönste Dekoration für die Stände auf der Kurpromenade in Bad Schmiedeberg, die mit so manchem ungewöhnlichen Angebot aufwarteten. Der Kneipp-Verein etwa lockte mit vegetarischen Brotaufstrichen. "Wir sind schon mehrfach gefragt worden, ob es die zu kaufen gibt", meinten die drei Frauen neben der Bühne schmunzelnd. Und mussten bedauern - auch weil sie wegen der Nachfrage die Rezepte nicht kopiert hatten.

Bei Temperaturen um null Grad ließ es sich am Sonnabend prächtig noch einmal Glühwein und Bratwurst genießen und mit Bekannten plaudern, die man vermutlich erst im neuen Jahr wieder sieht. Klein, aber fein präsentierte sich der Markt täglich für drei Stunden, dessen Intention es ursprünglich war, Kurgästen die Zeit bis zum Fest abwechslungsreich zu gestalten. Deshalb sei ein Großteil der Stände täglich neu besetzt, erklärte Kurdirektor Deddo Lehmann.

Was die Gäste auch dankbar annahmen. Sabine Hoffmann aus Saarbrücken und Carmen Oswald aus Dresden, die sich als Tischnachbarinnen angefreundet haben, bummelten gemeinsam über die Promenade. Jeden Tag sei sie hier gewesen, zeigte Sabine Hoffmann auf die Stände. Einen Korb habe sie gekauft und Tee, "es gibt ja sonst nicht so viel ringsum". Die Dresdenerin ("mal weg von der Großstadt") schwärmte vom Flair des Heidestädtchens, das mit Schnee natürlich noch viel schöner sei.

Doch auch viele Einheimische erfreuten sich an dem Markt. Vor allem die Kinder sorgten dafür, dass das Pony vom Gnadenhof Emmrich in Moschwig gut zu tun hatte, Karussells und Eisenbahn der Schausteller fast immer voll besetzt ihre Runden drehten. Die Kur hatte dafür gesorgt, dass die Kleinen nichts bezahlen mussten. Das sei, so Lehmann, mit den Schaustellern pauschal geregelt, und auch der Gnadenhof wird für sein Pony samt Helfer mit einer Spende bedacht.

Rolf und Rosel Schneider, ehemalige Wirtsleute des Pretzscher Fährhauses, genossen den Bummel in der Dämmerung. "Was wir 20 Jahre nicht konnten", erinnerte sich Schneider an eine arbeitsreiche Zeit. Bad Schmiedebergs Bürgermeister Stefan Dammhayn (CDU) schenkte derweil am Stand des Wohltätigkeitsvereins gemeinsam mit Gunter Wilke Glühwein aus. Und dann war Dammhayn, den so schnell nichts aus der Ruhe bringt, doch verblüfft. Eine Frau kam zum Stand, zeigte auf den Tannenschmuck an der Rückwand und bot fünf Euro, um nach Marktschluss ihr am Tag zuvor bezogenes Zimmer damit zu schmücken. Dammhayn nahm das Geld entgegen und meinte: "So ein Geschäft habe ich noch nie gemacht."

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