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Kreis Wittenberg: Spurensuche im Winterwald

Uhr | Aktualisiert 27.12.2012 20:23 Uhr
Mit Birgit Rabe geht es in den Naturpark. (FOTO: ACHIM KUHN) 
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Einen Spaziergang zu machen, beruhigt das Gewissen in Bezug auf die vorangegangenen Schlemmereien und bietet eine Abwechslung. Das war am zweiten Weihnachtstag in der Dübener Heide nicht anders. Die Köhlerei Eisenhammer bildete den Startpunkt einer Tour mit Naturparkführerin Birgit Rabe.
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Tornau/MZ. 

Den landschaftlichen Reiz macht dort ein lichter Mischwald aus, der von Bächen durchzogen wird, die in den Hammerbach münden. Einst wurde der Hammerbach von Menschenhand aufgestaut, nun existiert nahe der Köhlerei ein Biberdamm.

Dieser erste Hinweis auf die Fauna diente Birgit Rabe als zwanglose Einleitung des Themas der Wanderung: "Spurensuche im Winterwald". Eingangs wurden die Besonderheiten des Winterschlafs und der Winterruhe erläutert. Hier konnten vor allem die jüngeren Teilnehmer mit ihrem Wissen glänzen: Igel und Bären würden den ganzen Winter verschlafen, während Eichhörnchen zuweilen erwachten, um ihre Vorräte zu verzehren. Birgit Rabe händigte jedem Weihnachtsschokolade und eine Walnuss aus, und die Teilnehmer waren nun aufgefordert, selbst einen solchen Vorrat anzulegen, dann begaben sie sich auf den Weg.

Die Wanderer passierten zunächst die Studentenwiese - der Ort an welchem Luther auf seinen Reisen von seinen Studenten Abschied nahm. Bald waren die ersten Spuren zu entdecken, zwar nicht im Schnee, aber im Schlamm und nicht weniger deutlich.

Birgit Rabe erklärte, dass eine solche Anordnung von Spuren auf ein Rudel Hirschkühe hindeute. Bis zum Wendepunkt der Tour, den Schwedenbergen, hinterließ noch so manches Tier seine Zeichen im Wald. Lautstark machten sich die Namensvettern der naturkundigen Birgit Rabe bemerkbar; ein Kolkrabenpärchen hatte sich das Gebiet zum Revier erklärt. Ob eine solche Wanderung eher der Erholung oder der Information dient, hängt von den Interessen der Wanderer ab. Die Naturführerin beantwortet Fragen zu Geschichte, Geologie und vor allem zur Tier- und Pflanzenwelt. Eine weitere Gelegenheit zum Wandern bietet sich bereits am Neujahrstag.

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