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Kreis Wittenberg: Eisenmoorbad in Bad Schmiedeberg nicht defizitär

Uhr | Aktualisiert 23.11.2012 19:27 Uhr
Eine von vielen Anwendungen in Bad Schmiedebergs Kureinrichtungen: Isabell Drexler erhält eine Strom-Therapie zur Behandlung von Durchblutungsstörungen Physiotherapeutin Jana Bittig bereitet das Bad vor. (FOTO: ACHIM KUHN) 
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Bad Schmiedeberg ist mit Bad Suderode nicht vergleichbar. Das betonen sowohl Kur-Direktor Deddo Lehmann als auch der Bürgermeister der Kurstadt, Stefan Dammhayn (CDU).
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bad schmiedeberg/MZ. 

"Wir sind ganz anders aufgestellt, haben ein anderes Konzept", so Dammhayn zur MZ. Das mögliche Aus für Bad Suderode, eines der vier staatlich anerkannten Heilbäder im Land, sorgte am Freitag für Diskussionen - und Betroffenheit.

Dass eine Schließung Privatisierungsabsichten konterkariert, bemerkt Lehmann und auch, dass Bad Suderode kein Konkurrent sei, weil die Angebote sich unterscheiden: "Das Aus wäre eine Schwächung der Bäderlandschaft von Sachsen-Anhalt", fürchtet er und spricht von Vernetzung und einer "Bäderfamilie". Das Problem von Bad Suderode seien in der Tat fehlende Elemente, um ein "immer defizitäres Kurmittelhaus" auszugleichen. "Man braucht eine Ertragsquelle." Ein Bettenhaus zum Beispiel. "Wir haben die Kombination." Lehmann sieht den Standort Bad Schmiedeberg nicht gefährdet, "so lange wir es Tag für Tag schaffen, uns zu behaupten - im klinischen wie im Kurgästebereich." Die Voraussetzungen seien gut: als dreifach prädikatisiertes, bundesweit beachtetes Heilbad, das sogar in die Premium-Klasse der Kneipp-Heilbäder aufgenommen wurde. Lehmann: "Da steht Qualität dahinter."

Der Kur-Direktor weist Spekulationen zurück, das Eisenmoorbad sei defizitär: "Das stimmt definitiv nicht, wir haben eine schwarze Null." Und Gewinne werden wieder investiert. Zuschüsse durch die Kommune räumt er ein, "aber nur für Leistungen, die wir erbringen". Etwa die Integration der Stadtinformation in die Kurhaus-Information. Das bestätigt Dammhayn: "Prädikatisiert ist die Stadt, nicht die Kur. Und für den Erhalt der Standards müssen wir was tun." Der Bürgermeister spricht von Umfeldpflege: "Alles was grün ist, da hängen wir mit einigen 100 000 Euro drin." Was beide zurück weisen, sind Vorwürfe, die Dübener Heide nicht angemessen einzubeziehen. Lehmann: "Wir haben ein Kurwegenetz von 45 Kilometer Länge, klassifiziert, medizinisch untersucht." Sicher, Defizite gebe es immer, im Stadtbild beispielsweise. Aber daraus zu schlussfolgern, der Kurort halte nicht stand, sei Unsinn: "Den Gegenbeweis möchte ich gerne erbringen."

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