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Kreis Wittenberg: Ein Lausejunge in der Bütt

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 20:45 Uhr

Robin Kelsch aus Horstdorf übt seine Büttenrede, die er am Samstag im «Goldenen Fasan» halten wird. (FOTO: BEHLUNG)

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Das Fieber ist zum Glück abgeklungen. Die Worte kommen nicht mehr nur krächzend aus dem Mund. Robin Kelsch ist wieder wohlauf. Seine Mitstreiter bei der Ranjnboomer Narrengilde wird das freuen. Schließlich gehört der Elfjährige bereits zu den tragenden Säulen im Verein.
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ORANIENBAUM/Horstdorf/MZ. 

Als lustiger Lausbub, der immer einen Scherz auf den Lippen hat, steigt er zur Hauptveranstaltung der 41. Session der Oranienbaumer Karnevalisten an diesem Sonnabend in die Bütt.

Text aus eigener Feder

Bernd Karn, ein Urgestein des närrischen Treibens, hat dem schlaksigen Sechstklässler aus der Gesamtschule im Gartenreich die Rolle auf den Leib gedichtet. Doch Robin, der in dieser Saison erstmals vor dem bunt kostümierten Publikum auftritt - seine Eltern Daniela und Thomas wetteifern alljährlich um die beste Verkleidung - hat sich längst überlegt, in seine nächste Büttenrede eigene Ideen einfließen zu lassen.

Ein Problem dürfte das nicht sein. Der Junge aus Horstdorf, zudem aktueller Kreismeister seiner Altersklasse im Hochsprung, schreibt derzeit auf Wunsch seines Onkels Peter an einer Kurzgeschichte. "Robin lernt unheimlich schnell", berichtet Daniela Kelsch stolz. Der so Gelobte sagt hingegen selbstkritisch: "Man muss aber aufpassen wegen der Betonung. Da muss ich wirklich noch üben bis zur Generalprobe." Ansonsten werde er sich Mühe geben, seinen schelmischen Part möglichst auswendig vorzutragen und keinen merken zu lassen, wenn er in seinem Text umblättern muss. Dass er das nach auskurierter Krankheit packt, scheint gewiss. Obgleich das Fieber zurückkehren wird.

Aber Lampenfieber ist eben auch bei kleinen Künstlern einfach eine spezielle Zutat des Bühnenlebens. Erhard Matthias, im Vorstand der Narrengilde für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig, kann unter dem Motto "Durchjeknallt - so sin mer halt" kann freilich noch auf weitere Lachnummern verweisen, die einen kurzweiligen Abend im "Goldenen Fasan" garantieren.

Völlig "durchjeknallt"

So geben sich neben dem Campingfreund, den Gerolf Auerbach mimt, die "Oboomer Klatschbasen" und Steffen Scherbaum als Gast vom Gräfenhainichener Carnevalsclub in der Rolle des Hausmeisters ein Stelldichein. Dass der amüsante Abend erst durch ein paar Ballett-Darbietungen die richtige Würze erhält, versteht sich von selbst. Matthias will indes nicht sämtliche Geheimnisse vorab lüften. "Es wird eine Dance-Show der besonderen Art zu erleben sein", schürt er die Erwartungen.

Überhaupt scheint die Rhythmusbegeisterung in der Gilde enorm zu sein. Die "Kruken" - "Unsere Frauen bis 100", schmunzelt Erhard Matthias - haben inzwischen vielköpfige Konkurrenz unterm eigenen Dach. Für die "Kleinen Katharinchen", die tänzerisch begabte Kindergruppe, wurde kürzlich eine zweite Abteilung eröffnet.

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