Für Christian Beuchel ist es die zweite Amtszeit als Superintendent, gewählt wurde er bereits am 10. November von der Kreissynode. "Wir führen Sie sozusagen in die zweite Halbzeit ein", sagte Propst Johann Schneider, Regionalbischof von Halle-Wittenberg, und erläuterte, warum es erneut eine Einführung geben müsse, obwohl Beuchel bereits Superintendent war. "Nach der Kirchenordnung sind dies Ämter auf Zeit."
Zeugnis ablegen, von Jesus, vom Glauben, das ist es, was Christian Beuchel als den Mittelpunkt seiner Arbeit sieht. In seiner Predigt berichtete er von Trost, Kraft und Ermutigung, die er im Gefängnis beim Lesen der Bibel empfunden habe. "Man kann Zeuge sein, wenn man seine Beauftragung annimmt und ernst nimmt", so Beuchel. Es sei einfach, in der Kirche von Gott zu sprechen, "aber außerhalb gebricht uns manchmal die Stimme".
Dass die Arbeit eines Superintendenten nicht einfach ist, konnte man den Worten des Propstes ebenfalls entnehmen. "Im Dienste eines Geistlichen ist oft wenig Freude, wenig Fülle, wenig Wonne. Dafür viel Streit, viel Verhandlungsgeschick und viel Mühe."