1 137 der insgesamt 1 772 Garagen auf städtischem Grund sind in den beiden Anlagen konzentriert. Vor allem Bewohner aus dem Trajuhnschen Bach und aus dem Lerchenberg haben hier ihre Autos untergestellt. Genutzt werden in der Tschaikowski-Straße allerdings nur noch zwei Drittel der Anlagen, in der Maxim-Gorki-Straße nur noch ein Drittel.
Als Grund für die sinkende Nachfrage nennt die Verwaltung Einbrüche und Brandstiftung. Die Vermüllung in den verwaisten Gebieten sei trotz Wachschutz und Aufräumaktionen nicht aufzuhalten. Die Wege seien unbefestigt und nicht beleuchtet. Strom gebe es nur in den Garagen in der Tschaikowski-Straße.
Um diesem "städtebaulichen Missstand" abzuhelfen, will die Verwaltung nun Garagen abreißen. Maxim Gorki soll ganz verschwinden. In einem ersten Schritt fallen 59 Garagen bis Ende dieses Jahres. Und zwar in den drei am weitesten nordöstlich gelegenen Blöcken. Der Standort Tschaikowskistraße soll mittelfristig erhalten bleiben. Hier sollen dann auch die Nutzer des abgerissenen Komplexes ihr Auto unterstellen können.
Die Verwaltung rechnet mit bis zu 700 Euro Abrisskosten pro Garage - abhängig vom Baumaterial und Zustand. Bezahlt werden soll das aus den Pachteinnahmen. 2011 warfen die Garagen 68 000 Euro ab. Die Wittenberger Gesellschaft für Wohneigentum (Wigewe), die die Garagen verwaltet, kann nun den Abriss vorbereiten und durchführen.