Sie erlauben ihren Mitarbeitern, den Arbeitsplatz jederzeit für Einsätze zu verlassen. "Diese Bereitschaft muss unterstützt werden", betont Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Diese Unternehmen sollen keine Ausnahmen bleiben.
Immer häufiger stehen - nicht nur in Coswig - freiwillige Feuerwehren vor dem Problem, dass ihnen bei Einsätzen zu wenig Kräfte zu Verfügung stehen. "Wir wissen, dass Freistellungen eine Belastung für die Betriebe sind", sagt Thomas Schneider, Leiter des Coswiger Ordnungsamtes. Denn freigestellte Angestellte kosten. Besondere Kooperationsbereitschaft war der Stadt deshalb eine Auszeichnung wert. Die HS-Schoch GmbH (Cobbeldorf), die Pino Küchen GmbH in Klieken sowie die Agrargenossenschaft Cobbelsdorf haben sie nun erhalten. Mitarbeiter, die außerdem bei der freiwilligen Feuerwehr tätig sind, dürfen jederzeit zu den Einsätzen. "Aber nicht nur das", ergänzt Coswigs Bürgermeistern Doris Berlin (parteilos). "Sie werden beispielsweise auch für Lehrgänge freigestellt." Stadtwehrleiter Ingo Künne arbeitet selbst bei Pino Küchen und bestätigt das: "Die Geschäftsführung ist sehr entgegenkommend." Wenn er für einen Einsatz seinen Arbeitsplatz verlassen muss, gebe es nie Probleme, und auch für Lehrgänge gebe es immer die Erlaubnis von der Geschäftsführung.
"Das ist keineswegs mehr üblich", so Reiner Haseloff. Er werde sich mit dem Innenminister beratschlagen und sich dafür einsetzen, dass diese Auszeichnung landesweit noch mehr Bedeutung gewinnt.