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Feuerwehr: Tagsüber fehlen den Kembergern die Einsatzkräfte

Uhr | Aktualisiert 14.01.2013 21:57 Uhr
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Ein "durchwachsenes Einsatzgeschehen" bilanzierte Hans-Jörg Pohle, Ortswehrleiter von Kemberg, das Jahr 2012. Die Einsatzzahlen sind von 42 auf 33 gesunken - darunter zehn Brände, neun Verkehrsunfälle und vier technische Hilfeleistungen - und die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte stellt ein Problem dar.
KEMBERG/MZ/KBL. 

Ein "durchwachsenes Einsatzgeschehen" bilanzierte Hans-Jörg Pohle, Ortswehrleiter von Kemberg, das Jahr 2012. Das lag weniger an der etwas gesunkenen Zahl der Einsätze (33, im Vorjahr noch 42), sondern vielmehr an der Verfügbarkeit der Einsatzkräfte. "Bei genauerem Hinsehen können wir nicht zufrieden sein", so Pohle in seinem Bericht auf der Jahresversammlung der Wehr. Tagsüber sollte die Wehr vor allem auf Kameraden des Bauhofes zurück greifen können. "Aber das klappt nicht immer. In der kritischen Zeit gab es fünf Einsätze mit nicht mal Gruppenstärke, also neun Kameraden. Wir sind mit Staffelbesatzung, also sechs Einsatzkräften, ausgerückt."

Auf den Bauhof angewiesen

Als Hauptursache des werktäglichen Hilfskräfte-Mangels benannte der Wehrleiter die Schichtarbeit der Bauhof-Mitarbeiter und deren Arbeitstätigkeit auch außerhalb der Kernstadt. "Es fehlen dann einfach die Leute", mahnte er, wie im Vorjahr, Abhilfe zu schaffen. "Wir sind auf die Kameraden des Bauhofes angewiesen." Unter den 33 Einsätzen im Jahr 2012 waren zehn Brände (darunter der Wohnhausbrand in Reuden im April), neun Verkehrsunfälle und vier technische Hilfeleistungen. 23 Alarmierung erfolgten am Tag, zehn in der Nacht.

Die Dienstbeteiligung nannte der Wehrleiter "nicht befriedigend". Die erreichten 56,8 Prozent seien von den angestrebten 70 Prozent noch weit entfernt. Andererseits ist die Bereitschaft für Lehrgänge groß, sowohl auf Kreisebene wie auch an der Brand- und Katastrophenschutz-Schule Heyrothsberge. Das, so Pohle, widerspiegele die Schwierigkeit, Arbeit, Familie und Feuerwehr unter einen Hut zu bekommen. "Ich habe großen Respekt vor jedem Kameraden, der diesen Balanceakt hinkriegt und werde trotzdem nicht müde, den einen oder anderen Kameraden aufzufordern, Reserven zu suchen."

Viele fleißige Hände

Um den Nachwuchs muss es der Wehr nicht bange sein. Die zehn Mitglieder der Jugendfeuerwehr eignen sich fleißig die Grundkenntnisse an, bei sechs Mitgliedern der Kinderfeuerwehr wird dagegen eher spielerisch das Interesse geweckt. Die Frauengruppe feierte im vergangenen Jahr ihr 50-jähriges Bestehen, die Alters- und Ehrenabteilung pflegt die Kameradschaft. Lobende Worte fand Hans-Jörg Pohle für all jene, die das Gelände und Gerätehaus in Schuss halten, zu den größeren Festen die leckere Erbsensuppe kochen sowie beim Osterfeuer und dem Sommerfest für die Senioren Hand anlegen.

Einzig für die Wettkämpfer sei es ein mageres Jahr gewesen. Viermal trat die Mannschaft Kemberg / Rotta an, zweimal reichte es zum dritten Platz (Flutlicht-Pokallauf und Stadtpokallauf). Neben Ausbildung, Diensten und Einsätzen fehlte einfach die Zeit fürs Training.

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