Noch als Wirtschaftsminister hatte er ihn im Oktober 2009 in die Wege geleitet, am Freitag hat Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) nun die ersten italienischen und deutschen Studenten des Doppelstudienganges "Europäische Integration und regionale Entwicklung" in der Leucorea in Wittenberg empfangen. "Wir brauchen junge Leute, die beide Systeme und beide Philosophien kennen", betonte Haseloff.
Seit Wintersemester 2010 / 2011 können Studenten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Università Cattolica del Sacro Cuore in Mailand den Master-Studiengang belegen. Sie verbringen das erste Studienjahr an ihrer Universität, das zweite an der Partneruniversität. Ziel ist der wissenschaftliche und kulturelle Austausch. Gleichzeitig steht die volkswirtschaftliche Vernetzung im Mittelpunkt.
Ein wichtiger Aspekt gerade für Sachsen-Anhalt, schließlich sei Italien - nach Polen und den Niederlanden - der drittwichtigste Außenhandelspartner des Landes, so Haseloff. Diese Vernetzung möchte der Ministerpräsident auch persönlich voranbringen. Im März reist er zum Gegenbesuch nach Mailand. "Das Land betreibt dort ein Wirtschaftsbüro", so der Landeschef. "Das wollen wir nutzen, um persönliche Kontakte zu knüpfen, damit die jungen Leute auch in die Unternehmen kommen." Zudem wird Haseloff mit den beiden Professoren Alberto Krali (Mailand) und Martin Klein (Halle) Gespräche zur Weiterentwicklung des Studiengangs führen.