Vorlesen

Tourismus: «Immenses Potenzial» für Halle

Uhr | Aktualisiert 24.01.2013 11:08 Uhr

René Kauschus, der neue Landes-Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga). (FOTO: DÖRRIES)

Von
"Immenses Potenzial" für die Entwicklung des Tourismus sieht René Kauschus in der Region Halle. Der neue Landes-Geschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) verweist auf die Goitzsche bei Bitterfeld-Wolfen, andere Seen in der Region und das Radwegekonzept des Landes.
Drucken per Mail
magdeburg/MZ. 

Kauschus ist in Magdeburg offiziell als Nachfolger von Wolfgang Schildhauer (65) vorgestellt worden, der am Jahresende in den Ruhestand gegangen ist.

Schildhauer war seit 2001 Dehoga-Geschäftsführer und wurde am Mittwoch unter anderem von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) gewürdigt. Kauschus ist seit August 2012 beim Dehoga-Landesverband und war zunächst für den Bereich Halle-Dessau zuständig. Zuvor arbeitete er im Marketing eines Lebensmittel-Discounters.

Im Aufwind

Kauschus erwartet für das laufende Jahr, dass sich der positive Trend für Hotels und Gastronomie fortsetzt. 2012 verzeichnete die Branche erstmals nach sieben mageren Jahren wieder ein Umsatzwachstum. Es werde bei eineinhalb Prozent liegen, so Kauschus - genaue Zahlen liegen noch nicht vor. Für die Region Halle wie für den Tourismus im Land insgesamt setzt Kauschus vor allem auf Gäste aus Deutschland - und auf Marketing. Wer etwa auf Messen oder im Internet engagiert sei, habe auch Erfolg, sagt der 42-Jährige.

Auf eine stärkere Außenwirkung des Verbandes setzt auch Präsident Frank Doepelheuer. So solle um Fördermitglieder etwa aus dem Handel geworben werden - nicht zuletzt, um die Schlagkraft des Verbandes zu erhöhen.

Durchsetzen möchte der Dehoga-Landesverband damit unter anderem eine Ausdehnung der Ermäßigung bei der Mehrwertsteuer vom Hotellerie-Bereich auf die gesamte Gastronomie. Kauschus spricht dabei von "steuerrechtlicher Wettbewerbsgleichheit". Der Erfolg gebe der Branche schließlich recht: Die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für Hoteliers habe umfangreiche Investitionen ermöglicht und Arbeitsplätze gesichert.

Hoffen auf Gaststättengesetz

Auf Unterstützung des Gesetzgebers setzt der Interessenverband in einem weiteren Bereich. Kauschus hofft, dass mit dem in Arbeit befindlichen Gaststättengesetz des Landes eine "Gleichbehandlung aller Anbieter" erreicht wird, auch von "Schwarzgastronomie". Gemeint sind damit Angebote etwa in Vereinsheimen oder von anderen Veranstaltern. Bei denen würden Hygienerichtlinien und Nichtraucherschutz immer wieder missachtet, so Kauschus. Dem solle das Gesetz mit schärferen Regeln einen Riegel vorschieben.