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Subway in Sachsen-Anhalt: Das Sandwich-Imperium greift in der Region an

Thorsten Hüttemann

Subway-Manager Thorsten Hüttemann probiert ein Sandwich im neuen Autohof Tornau an der A 14 bei Halle.

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Andreas Stedtler

Tornau -

Mittagspause. Im neuen Autohof Tornau (Saalekreis) an der A14 bei Halle herrscht Hochbetrieb. Trucker mit dicken Kapuzenpullis sitzen an den Tischen. Nebenan machen zwei Gärtner, die das Grün an der Autobahn pflegen, einen Kaffeeklatsch. Schüler aus dem Nachbardorf sind mit ihren Fahrrädern gekommen. Alle kauen auf einem Sandwich ihrer Wahl. Satt für drei, vier Euro - das ist die Welt von Subway, eine von mehr als 600 Filialen bundesweit. Nun bläst die Kette in Sachsen-Anhalt zum Angriff auf die Konkurrenz. Weitere neue Restaurants sollen bald folgen.

Im Moment ist Subway schon an 31 Standorten im Land präsent. Für die Zukunft sieht Gebietsleiter Thorsten Hüttemann neue Chancen, nicht nur in den großen Städten. Das aktuelle Schlagwort lautet Regionalisierung. Auf seiner Liste stehen nun Ortsnamen wie Aschersleben, Bernburg, Zeitz oder auch Quedlinburg. Ihm zufolge müssen es nicht immer Flächen von 250 Quadratmetern sein. Auch Investitionen von unter 100.000 Euro, selbst Mini-Lokale von 15 Quadratmetern, könnten sich rentieren. „Wir wollen zum täglichen Leben dazu gehören.“ Tankstellen, Märkte, Bahnhöfe, Bürogebäude - vieles lasse sich mit Subway kombinieren. Als sein wichtigstes Argument im Gespräch mit Interessenten an einer Franchise-Lizenz nennt Hüttemann die Zahlen der Umsatzentwicklung. „Ein Plus von sieben Prozent allein 2015.“ Und damit setze sich ein seit Jahren anhaltender Trend fort. Im Vergleich zu den Wettbewerbern sei das mehr als ein Achtungserfolg, sondern die Spitzenposition im Fast-Food-Segment in Sachsen-Anhalt.

Allerdings müssen auch Subway-Unternehmer kämpfen. Franchise-Gebühren, Ladenmiete, Kapitalkosten, die Einrichtung und der Wareneinkauf müssen erst einmal erwirtschaftet werden. Nicht jeder Existenzgründer schafft es, trotz Hilfe und Beratung. Von 1 500 Filialen wie nach dem Start in den 1990er Jahren ist deshalb schon lange nicht mehr die Rede. Einer der Gründe: Der Fast-Food-Markt in Deutschland ist mittlerweile nicht nur umkämpft, er schrumpft seit Jahren. Branchenkenner sehen zwei Trends. Zum einen ist der Hang, vor allem junger Leute, zum schnellen Essen unterwegs ungebrochen. Zum anderen geht es aber vielen Kunden nicht nur um ein günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Mahlzeit soll natürlich schmecken und dabei auch noch gesund sein. Umfragen zufolge würden die Käufer sogar bereit sein, dafür sogar tiefer in die Tasche zu greifen. Branchenriese Mcdonald's reagiert, seit kurzem mit Bio-Beef-Burgern und Verzicht auf Farbstoffe und Geschmacksverstärker.

Subway-Manager Hüttemann glaubt, dass seine Marke aber auf den Bedürfniswandel am bestens reagieren kann. Warum? „Weil die Sandwich-Idee genial einfach ist.“ Erfahrungen in der Gastronomie seien von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich. Das Wichtigste: Man bereitet die Ware immer frisch, nach den Wünschen und vor den Augen der Gäste. Längst seien etliche Offerten kalorienarm, kommen mit wenig Fetten aus.

Fünf Brotsorten, allesamt im thüringischen Artern gebacken, stehen zur Auswahl. Hinzu kommen vielfältige Zutaten aus der Umgebung. Zwei Millionen Variationsmöglichkeiten sind laut Hüttemann denkbar. Aktionen mit ausgewählten Früchten, zuletzt eine vitaminreiche Avacado-Creme, sorgen für zusätzliche Abwechslung.

Dirk Brüggemeier, der Pächter des Autohofes in Tornau, kauft sein Gemüse beim benachbarten Biohändler ein. Als der Renner seit dem Eröffnungstag am 1. Februar erweist sich überraschenderweise ein altbewährtes Sandwich, das „Chicken Teriyaki. Dabei handelt es sich um ein deftiges Hühnchenfleisch-Brötchen, laut Hüttemann mit einer unvergesslichen Sauce. Okay, man könnte sie aber auch als dominant bezeichnen. (mz)