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Strichcode: Inspiriert vom Morsealphabet

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Der Erfinder des Strichcodes ist tot. (FOTO: MZ)

Der Erfinder des Strichcodes, Maschinenbauer Woodland, ist mit 91 Jahren in den USA gestorben.
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New York/afp. 

Der Erfinder des Strichcodes, N. Joseph Woodland, ist mit 91 Jahren in den USA gestorben. Seinen ersten Strichcode habe Woodland 1948 am Strand von Miami in den Sand gezeichnet, zitierte die Zeitung „Record“ aus dem US-Bundesstaat New Jersey am Freitag dessen Tochter Susan Woodland. Als ehemaliger Pfadfinder habe er sich durch das Morsealphabet inspirieren lassen. Er und sein Partner Bernard Silver hätten mit der Entwicklung begonnen, nachdem der Chef einer Einzelhandelskette sie um ein besseres System für die Kontrolle der Lagerbestände gebeten habe.

Woodland und Silver ließen sich ihre Idee mit den schwarz-weißen Strichen, die aus dem Handel heute nicht mehr wegzudenken sind, im Jahr 1952 patentieren und verkauften sie für 15.000 Dollar an das Elektronikunternehmen Philco. Der Maschinenbauer Woodland arbeitete rund 35 Jahre für IBM. In den 70er Jahren entwickelte er in einem Team einen Laserscanner, der den Strichcode lesen konnte. 1992 wurde Woodland mit der Nationalen Technologie-Medaille ausgezeichnet. Nach Angaben seiner Tochter starb er am Sonntag an Komplikationen im Zusammenhang mit seiner Alzheimer-Erkrankung.