Nach illegalen Preisabsprachen im Schienengeschäft droht die geschädigte Deutsche Bahn mit Schadenersatz-Klagen gegen vier Unternehmen. "Wir sind im Augenblick mit Hochdruck dabei, Klageentwürfe zu erarbeiten", sagte gestern ein Bahn-Sprecher.
Demnach will der Konzern auf Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe klagen. Bislang hatte es geheißen, es werde an einer außergerichtlichen Einigung gearbeitet. Zahlreiche Hersteller von Schienen und Weichen aus dem Stahlbereich - neben ThyssenKrupp auch Vossloh und die österreichische Voestalpine - sollen über Jahre Preise und Mengen abgesprochen haben, zum Schaden der Deutschen Bahn und kommunaler Verkehrsbetriebe.