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Nordsee: Windparks gehen später ans Netz

Uhr | Aktualisiert 25.04.2012 15:52 Uhr
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Offshore-Windpark bei Borkum (Niedersachsen)

Ein Schlepper fährt im August 2011 100 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum im Offshore-Windpark «BARD Offshore 1» (FOTO: DAPD)

Nach den Windparks Helwin 1 vor Helgoland bringt Siemens jetzt auch die größeren Windparks Borwin 2 vor Borkum erst ein Jahr später ans Netz.
München/dpa. 

Die Trafo-Plattform und die 240 Windräder hätten eigentlich schon dieses Jahr bis September ins Meer gebaut werden sollen.

Ab nächstem Jahr hätte Borwin 2 dann sauberen Strom für 1,5 Millionen Haushalte im Emsland ins deutsche Stromnetz einspeisen sollen. Wegen technischer Probleme werden die Anlagen aber erst ein Jahr später fertig, wie Siemens-Vorstandschef Peter Löscher am Mittwoch in München sagte.

„Es gab klare Fehler bei uns im Hause“, sagte Löscher. „Komplett unterschätzt haben wir die Komplexität dieser Projekte.“ Die Anlagen seien viel größer, viel weiter von der Küste entfernt und technisch viel aufwendiger als zum Beispiel die Windparks vor Großbritannien. Die Plattform Borwin 2 hat wiegt mehr als 10 000 Tonnen, soll 125 Kilometer vor der Küste ins Meer gebaut werden und 800 Megawatt Strom liefern - so viel wie ein kleines Atomkraftwerk.

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