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Nahverkehr in Dresden, Köln & Berlin: Immer mehr Elektrobusse im Linienverkehr

In Dresden testet das Fraunhofer Institut derzeit einen Elektrobus auf der Linie 61. Ab Sommer wollen die Verkehrsbetriebe der Stadt eine komplette Linie auf den umweltfreundlichen Antrieb umstellen.

In Dresden testet das Fraunhofer Institut derzeit einen Elektrobus auf der Linie 61. Ab Sommer wollen die Verkehrsbetriebe der Stadt eine komplette Linie auf den umweltfreundlichen Antrieb umstellen.

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Fraunhofer Institut

Dresden -

Die positiven Ergebnisse des Elektrobus-Tests in Dresden verblüffen selbst die beteiligten Fachleute. Momentan verkehrt ein Fahrzeug auf einer anspruchsvollen, gut 19 Kilometer langen Linie der Dresdner Verkehrsbetriebe, die bis hoch in die Elbhänge führt. Das Überraschende dabei ist: Der Energieverbrauch ist dort kaum höher als in flachen Abschnitten. Denn führt die Fahrt wieder hinunter, kann der Motor wie ein Generator genutzt und damit Energie zurückgewonnen werden. „Wir sind nach den Erfahrungen selber überrascht, wie viele Linien schon heute mit einem Elektrobus abgedeckt werden könnten“, berichtet Thoralf Knote vom Fraunhofer Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme, das den Test durchführt.

Pünktlich und zuverlässig

Zuvor war der Elektrobus drei Monate auf einem gut 14 Kilometer langen Teilstück der Linie 61 unterwegs. „Schon das hat sehr gut funktioniert.“ Nach jedem Rundkurs wurde die Batterie des Fahrzeuges an der Endhaltestelle über einen ausklappbaren Stromabnehmer innerhalb von gut vier Minuten wieder geladen. „Somit hatten wir keinerlei Beeinträchtigungen des Fahrplanes“, sagte der Wissenschaftler. Auch die Technologie habe sich als „äußerst zuverlässig erwiesen“.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe fühlen sich nach diesen Erfahrungen in ihrem Ansatz bestärkt. Spätestens ab Sommer soll eine erste Linie ausschließlich per Elektrobus betrieben werden. Langfristiges Ziel ist es, alle Linien umzustellen.

Dresden ist kein Einzelfall. Immer mehr kommunale Verkehrsbetriebe setzen auf Elektrobusse. In Köln und Berlin werden Mitte des Jahres ebenfalls erste Linien komplett umgestellt. Der Vorteil für die Umwelt liegt auf der Hand. Die acht Elektrobusse, die die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) auf der sieben Kilometer langen Linie 133 einsetzen wollen, reduzieren den jährlichen CO2 -Ausstoß um 520 Tonnen. Wie die konventionellen Fahrzeuge hat der Elektrobus 48 Sitz- und 110 Stehplätze. „Für die Fahrgäste gibt es also keinen Unterschied“, sagt Sprecher Stephan Anemüller.

Problematisch, räumt er ein, seien aber die hohen Investitionskosten. So sei ein Elektrobus meist noch doppelt so teuer wie ein Dieselbus. „Ohne Fördermittel hätten wir das Projekt daher nicht umsetzen können.“ Dennoch glauben die KVB, mit den Elektrobussen schon heute Geld sparen zu können. So entfalle die aufwendige Wartung der Technik zur Abgasnachbehandlung. Zudem wollen man sich vom Dieselpreis entkoppeln und hofft so, noch wirtschaftlicher arbeiten zu können, erklärt Anemüller. Und auch Olaf Wollersheim, Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), hält den Ausbau des Elektrobus-Systems für sinnvoll - ökologisch und ökonomisch.

Weitere Informationen und Hintergründe zum Einsatz von Elektrobussen lesen Sie auf Seite 2.

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