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Kunstgegenstände: Schenken über Umwege spart Steuern

Uhr | Aktualisiert 24.11.2012 18:03 Uhr
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Kunstgegenstände, Sammlungen oder Bibliotheken in Privatbesitz können durchaus wertvoll sein. Daher sind die dafür geltenden Freibeträge für die Steuer schnell ausgeschöpft, wenn der kostbare Besitz auf die nächste Generation übertragen werden soll.
berlin/dpa. 

Kunstgegenstände, Sammlungen oder Bibliotheken in Privatbesitz können durchaus wertvoll sein. Daher sind die dafür geltenden Freibeträge für die Steuer schnell ausgeschöpft, wenn der kostbare Besitz auf die nächste Generation übertragen werden soll.

"Mit einem kleinen Trick können Steuern bei der Übertragung von solchen wertvollen Gegenständen aber vermieden werden", erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler in Berlin. Werden die Kunstgegenstände nämlich zunächst einem Museum oder einer öffentlichen Forschungseinrichtung zur Verfügung gestellt, sind der Finanzexpertin zufolge nur noch 60 Prozent des Werts der Gegenstände zu versteuern.

Die Voraussetzung: Der Zeitraum der Leihgabe muss mindestens zehn Jahre betragen. Außerdem muss die Erhaltung dieser Gegenstände oder Sammlungen wegen ihrer Bedeutung für Kunst, Geschichte oder Wissenschaft natürlich im öffentlichen Interesse liegen. "Die Übertragung ist sogar völlig steuerfrei, wenn der Beschenkte oder Erbe zusätzlich bereit ist, die Gegenstände den geltenden Bestimmungen der Denkmalpflege zu unterstellen", erklärt Käding.

Gleiches gilt, wenn sich die Gegenstände bereits seit mindestens 20 Jahren im Familienbesitz befinden oder im Verzeichnis national wertvoller Kulturgüter oder Archive aufgeführt sind.

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