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Hauptstadt-Flughafen: Aufsichtsrat entlässt Flughafen-Geschäftsführer in Berlin

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 19:06 Uhr

Rainer Schwarz, der jetzt entlassene Geschäftsführer der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, steht am 9. Oktober 2012 im Terminal A des Flughafens Tegel in Berlin. (FOTO: DPA)

Der Geschäftsführer des Berliner Großflughafens BER, Rainer Schwarz, ist wegen des Debakels um die Verzögerungen bei dem Hauptstadt-Airport entlassen worden. Wann der Flughafen eröffnet wird, ist weiter unklar.
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Berlin/AFP. 

Der Geschäftsführer des Berliner Großflughafens BER, Rainer Schwarz, ist wegen des Debakels um die Verzögerungen bei dem Hauptstadt-Airport entlassen worden. Der bisherige Flughafen-Chef sei abberufen worden, sagte der neue Aufsichtsvorsitzende, Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD), am Mittwoch vor Journalisten. Ein Nachfolger werde jetzt gesucht.

Schwarz wird maßgeblich für die mehrfach geplatzte Verschiebung des Eröffnungstermins verantwortlich gemacht. Der bisherige Flughafen-Chef habe sein Dienstzimmer geräumt und den Betrieb verlassen, sagte Platzeck auf der Pressekonferenz. Er ließ offen, wie lange die Suche nach einem neuen Geschäftsführer dauern werde. Platzeck wies darauf hin, dass die drei Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund nicht jeden bezahlen könnten, der für den Job infrage komme.

Matthias Platzeck war zuvor einstimmig zum neuen Aufsichtsratsschef der Flughafengesellschaft gewählt worden. Er folgt in dieser Funktion Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) nach, der das Amt wegen der mehrfachen Verschiebung des Eröffnungstermins für den Flughafen abgegeben hatte.

Der neue Eröffnungstermin für den Hauptstadtflughafen BER wird erst in einigen Monaten feststehen, sagte Platzeck. Er wies darauf hin, dass es noch einige Zeit dauern werde, bis feststehe, welche Mängel es alles gebe und „wir Grundlagen haben, die genehmigungsfähig sind“. Der Eröffnungstermin für den neuen Hauptstadtflughafen war Anfang Januar zum vierten Mal abgesagt worden.

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