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Halle : IWH-Chef Reint Gropp: „Flüchtlinge sind ein Glücksfall“

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Reint Gropp leitet das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

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Archiv/dpa

Halle (Saale) -

Nach Ansicht des Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Reint Gropp, ist  Deutschland in den kommenden Jahren auf Zuwanderung angewiesen. „Die Flüchtlinge sind ein Glücksfall“, sagte der Ökonom.  Die demographische Entwicklung führe ohne Migration spätestens in 15 Jahren dazu,  dass über mehrere Jahre hinweg jedes Jahr netto 300 000 Menschen aus dem Arbeitsleben ausscheiden, mit riesigen Konsequenzen für den Arbeitsmarkt und die sozialen Systeme. „Wir haben  jetzt noch zehn bis 15 Jahre Zeit, die Flüchtlinge von heute als Facharbeiter von morgen auszubilden“, so Gropp. Mehr als 70 Prozent der Migranten seien jünger als 30 Jahre. Damit die Integration klappt, muss laut Gropp jedoch  insgesamt mehr in Bildung investiert werden. Die finanziellen Ressourcen dies zu bewältigen, habe Deutschland. (mz)