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Ford in Köln: Arbeiter aus Belgien randalieren vorm Tor

Uhr | Aktualisiert 07.11.2012 17:30 Uhr

Bei einer Demonstration gegen die Schließung des Ford-Werkes im belgischen Genk war es am Mittwochmorgen vor und auf dem Gelände des Autoherstellers in Köln zu Ausschreitungen gekommen. (FOTO: MICHAEL BAUSE)

Arbeiter aus einem von der Schließung bedrohten Ford-Werk in Belgien haben am Mittwoch vor dem Ford-Werk in Köln randaliert. Nach Polizei-Angaben zündeten sie einen Reifenstapel an, stürmten auf das Firmengelände und warfen Fensterscheiben ein.
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Köln/MZ/TA. 

Die Kölner Polizei hat die Demonstration vor einem Ford-Werk aufgelöst. Dies teilte ein Sprecher der Behörde mit. Doch an eine Heimreise der rund 200 belgischen Demoteilnehmern ist zunächst nicht zu denken. „Dies wird wohl noch dauern. Es kommt auf das Verhalten der Personen an. Wir erwarten jedoch keine Widerstände“, sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Auf Anordnung der Kölner Staatsanwaltschaft sollen die Personalien von allen Demoteilnehmern erfasst werden. Es geschehe um den Verdacht des schweren Landfriedensbruch, ergänzte der Sprecher.

Bei einer Demonstration gegen die Schließung des Ford-Werkes im belgischen Genk war es am Mittwochmorgen vor und auf dem Gelände des Autoherstellers in Köln zu Ausschreitungen gekommen. Wie die Kölner Polizei berichtete, sei eine Gruppe der angereisten Ford-Mitarbeiter aus Belgien auf das Gelände eingedrungen und hätten in einem Gebäude mehrere Scheiben eingeworfen. Bei der Rangelei mit Polizisten wurden auch Beamten angegriffen. Außerdem wurden mehrere Reifen angezündet. Die Feuerwehr löschte den Brand.

Ein Polizeisprecher sprach von „sehr aggressiven Personen“. Mit etwa 30 Streifenwagen war die Polizei vor Ort. Festnahmen hat es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben.

Die Polizei dementiert ausdrücklich Berichte, wonach Streifenwagen vor dem Ford-Gelände angezündet worden. „Dies hat es nicht gegeben“, sagte Polizeisprecher Karlo Kreitz der Rundschau.

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