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Computerhersteller: Dell kündigt Milliarden-Sparprogramm an

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Michael Dell

Michael Dell, Aufsichtsratsvorsitzender und Firmengründer des US-Computerherstellers Dell in Halle. (FOTO: ARCHIV/DPA)

Der amerikanische Computerhersteller Dell will seine Kosten in den nächsten drei Jahren um mehr als zwei Milliarden Dollar (etwa 1,6 Milliarden Euro) senken, zahlt seinen Aktionären aber erstmals eine Quartals-Dividende.
New York/dapd. 

Über Entlassungen wurde in der am Mittwoch von Dell in Austin veröffentlichten Mitteilung nichts gesagt.

Dell, zweitgrößter PC-Hersteller in den USA nach Hewlett-Packard (HP), will vor allem im Vertrieb sparen: Rund 800 Millionen Dollar sind in dieser Sparte vorgesehen. Weitere 600 Millionen Dollar sollen bei der Produktion und Zulieferern gespart werden, 400 Millionen Dollar in Kundendiensten und 200 Millionen in der Verwaltung. HP hatte vergangenen Monat die Streichung von 27.000 Stellen verkündet, als Teil seiner Maßnahmen, bis Oktober 2014 bis zu 3,5 Milliarden Dollar einzusparen. Dell hat 109.000 Mitarbeiter.

Dell und HP leiden zunehmend unter der Konkurrenz durch Smartphones und Tablet-PCs. Um seine schwächelnde PC-Sparte zu stärken, kaufte Dell in den vergangenen Monaten Software- und Dienstleistungsunternehmen. Eine wichtige Rolle im neuen Konzept spielt die Beratung von Behörden und Unternehmen bei ihrer technologischen Ausstattung, um Hard- und Software-Aufträge zu bekommen.

Am Dienstag hatte Dell angekündigt, schon bald seine erste Quartals-Dividende von 8 US-Cent pro Aktie auszuzahlen. Das kostet den Konzern mehr als 560 Millionen Dollar. Die Dell-Aktie ging am Mittwoch in New York mit einem Plus aus dem Handel: Sie stieg 30 Cent oder 2,6 Prozent auf 12,27 Dollar.

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