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Atomausstieg: Energieriese fordert von Deutschland Milliarden

Uhr | Aktualisiert 21.12.2012 16:30 Uhr

Vattenfall betreibt die seit längerem stillstehenden Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel in Schleswig-Holstein. (FOTO: DPA)

Der schwedische Energieriese Vattenfall fordert wegen des Atomausstiegs einem Zeitungsbericht zufolge 3,5 Milliarden Euro Entschädigung von Deutschland. 2011 wurden die von Vattenfall betriebenen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel vorzeitig abgeschaltet.
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Stockholm/AFP. 

Der schwedische Energieriese Vattenfall fordert wegen des Atomausstiegs einem Zeitungsbericht zufolge 3,5 Milliarden Euro Entschädigung von Deutschland. „Vattenfall hat Verfahren gegen Deutschland im Wert von mehr als 30 Milliarden Kronen (3,5 Milliarden Euro) angestrengt“, berichtete das schwedische Wirtschaftsblatt „Dagens Industri“ am Freitag ohne Nennung seiner Quellen. Ein Sprecher von Vattenfall selbst wollte den Bericht nicht kommentieren. Die deutschen Energieriesen Eon und RWE hatten bereits nach dem Beschluss zum Atomausstieg angekündigt, Schadenersatz einklagen zu wollen.

Die Bundesregierung hatte nach der Katastrophe von Fukushima in Japan den Atomausstieg beschlossen. 2011 wurden deshalb die von Vattenfall betriebenen Meiler Krümmel und Brunsbüttel vorzeitig abgeschaltet. Obwohl die beiden Meiler schon seit längerem aufgrund von Störfällen quasi stillstanden, machte der Konzern daraufhin geltend, dass die von der Bundesregierung durchgesetzte Regelung erhebliche finanzielle Folgen habe. Anfang November stellte Vattenfall einen Antrag für den Abriss des Akw in Brunsbüttel.

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