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Mitteldeutsche Zeitung | Theatertage in Weißenfels: Kay Zeisberg schreibt humorvollen Roman über Weißenfels
06. November 2015
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Theatertage in Weißenfels: Kay Zeisberg schreibt humorvollen Roman über Weißenfels

Kay Zeisberg

Kay Zeisberg mit Kunst im Klosterhof, die Dieter Weidenbach geschaffen hat. Damit stellt der Autor einen Bezug zu seinem neuesten Projekt her.

Foto:

p. lisker

Weißenfels -

Seine Bücher haben alle einen Bezug zu Musik und Theater. Viele Szenen spielen auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Parallel dazu interessieren den Autor Kay Zeisberg aber auch die kleinen Städte und Orte. „Die kleinen Orte sind die großen Orte“, sagt der Leipziger Schriftsteller und Theatermann. Unter diesem Titel steht auch seine Lesung anlässlich der siebten Weißenfelser Theatertage.

„Das kleine Weißenfels ist geschichtsträchtig, hat jede Menge Potenzial zu bieten“, sagt Zeisberg, der in seiner Geburtsstadt Dresden an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ studiert hat. Sein Projekt „Orgelfantasien“, an dem er gerade arbeitet, lässt sofort an den Baumeister Friedrich Ladegast denken, der die gleichnamige Königin der Instrumente auf der Empore der Stadtkirche St. Marien 1864 als Referenzobjekt für Weißenfels geschaffen hat. Kay Zeisberg verbindet seinen Weißenfels-Roman zudem mit Persönlichkeiten, die hier viel früher als Orgelbaumeister Ladegast gewirkt und Geschichte geschrieben haben.

Zeitreise mit Augenzwinkern

„Es wird eine spannende Zeitreise durch die Jahrhunderte, sie reicht übrigens bis in die Gegenwart“, verspricht der Sachse. Und weil der 50-jährige Profi das Theater von allen Seiten kennengelernt hat, unter anderem in der Musikalischen Komödie in Leipzig beschäftigt war sowie als Tourneemanager und Medienberater Erfahrungen gesammelt hat, soll die Geschichte über Weißenfels facettenreich präsentiert werden. „Ich will Historisches und Neuzeitliches mit einem Schuss Humor anreichern, wobei es durchaus zu Verwechslungsspielen kommen kann“, lässt er augenzwinkernd durchblicken. So werden neben Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Friedrich Händel auch eine Nonne aus dem St.-Claren-Kloster und die Dichterin Louise von Francois ihre Rollen spielen. In der Saalestadt, in der zu Herzogszeiten die Theater-Prinzipalin Karoline Neuber („Neuberin“) mit ihrer fahrenden Schauspieltruppe im Schloss Neu-Augustsuburg spielte, hat zudem der Maler Dieter M. Weidenbach Jahrzehnte seines Lebens verbracht. Der heute bei Weimar lebende 70-jährige Künstler hinterlässt nach wie vor Spuren in Weißenfels - mit Bildern und Skulpturen - wie derzeit in einer Ausstellung im Stadtmuseum im Schloss, in einer Schau in der Galerie des Kunstvereins Brandsanierung und im Kloster-Innenhof.

Kostprobe im Kulturhaus

Durch Verbindungen zum Kloster-Bürgerverein sei die Idee entstanden, die „Orgelfantasien“ von Kay Zeisberg auf die Bühne zu bringen. Vorstandsmitglied André von Grzymala habe die Empfehlung gegeben, daraus ein Musical zu entwickeln. Weil der Verein „music art weissenfels“ bisher vier Projekte mit großem Erfolg überwiegend im Kulturhaus der Stadt mit Sängern, Tänzern und Chor aufgeführt hat, stellte Grzymala die Kontakte her.

Inzwischen sei Zeisberg mit einem Auftragswerk des Vereins betraut worden. Eine erste Kostprobe bot der Verein am Freitagabend am Ende seiner ausverkauften Jubiläumsshow „Zehn Jahre music art“ im Kulturhaus. Laiendarsteller und Sänger Klaus-Dieter Kilian war zum Auftakt der siebten Theatertage als Friedrich Ladegast zu erleben. Das neue Musical „Alban und die Königin“ soll laut Zeisberg, der Regie führen wird, 2017 Premiere haben. Als weitere Hauptdarsteller seien Vereinschefin Barbara Döring und der Naumburger Michael Beck gesetzt. Für die Musik zeichnet der Komponist, Dirigent und Pianist Reinhard Seehafer verantwortlich. „Wir kennen uns vom Studium“, sagt Zeisberg. Zudem hat er sich als weiteren Profi Sounddesigner Marcus Horndt ins Boot geholt. (mz)


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