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Theatertage: Der Vorhang fällt

Uhr | Aktualisiert 26.11.2012 18:41 Uhr

Spitzenreiter der Weißenfelser Theatertage 2012: Rockoper «Faust I» im ausverkauften Kulturhaus am Montagabend vor einer Woche. (FOTO: PETER LISKER)

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Die vierte Auflage des Theatertags in Weißenfels zeichnet sich durch einen neuen Besucherrekord aus. Mehr als 3.000 Gäste haben die insgesamt 21 Veranstaltungen im Kulturhaus miterlebt.
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weissenfels/MZ. 

Der Theatertage-Marathon als vierte Auflage in Weißenfels ist mit 21 Angeboten Geschichte. 3 040 Besucher haben sich das eine oder andere und auch gleich mehrere Gastspiele hintereinander weg gegönnt. "Wenn schon mal Promis wie Corinna Harfouch und Uwe Steimle nach Weißenfels ins Kulturhaus kommen - gehen wir natürlich auch hin", lautete der Tenor vieler Gäste.

Für Robert Brückner, Kulturmanager in der Stadtverwaltung, waren die Begegnungen mit den beiden anfangs genannten Künstlern besonders beeindruckend. "Die Erfahrungen mit den gestandenen Profis sind für mich unbezahlbar", lässt Brückner Gespräche vor und nach den Auftritten mit den Schauspielern Revue passieren. Beide hätten sich sehr über die Publikumsresonanz gefreut.

Auch das Gastspiel "Der Opa" mit Karl Dall (270 Zuschauer) sei gut angekommen. "Hallo, ich bin Karl Dall, sag Karl zu mir" habe der Comedien Brückner bei der ersten Begrüßung freundlich und unkompliziert aufgefordert. Dall sei ein Perfektionist und ein Profi durch und durch. Alles müsse stimmen. "Schon eine viertel Stunde vor seinem Auftritt saß der Mann hochkonzentriert und bestens vorbereitet in seinem Rollator, den er für die Show brauchte, Respekt, das hat mir imponiert", blickt Brückner zurück.

Auch das Lampenfieber und die innere Anspannung von Corinna Harfouch vor ihrem Auftritt sei für den 32-jährigen Organisator der Theatertage verblüffend gewesen. "Das hätte ich nicht gedacht, aber sie hat gesagt, sie wisse doch gar nicht, wie das Publikum auf so eine spezielle Lesung über die deutsch-jüdische Autorin Else-Lasker-Schüler reagieren würde. Schließlich sei sie den meisten Menschen nur durch Rollen im Fernsehen bekannt." Dass die Weißenfelser vorbereitet gewesen seien auf den Abend "Gott ist kein Spießer" hätten sie bewiesen.

"Es war unheimlich still im großen Saal, so konzentriert waren die Zuhörer, die zum Schluss lange applaudiert haben", erinnert sich Brückner. Und die Schauspielerin sei hinterher sehr erleichtert und froh darüber gewesen, dass das Stück in Weißenfels angekommen sei. "Ein tolles Publikum, ich habe mich sehr wohl gefühlt und würde gerne wiederkommen", habe Kabarettist Uwe Steimle am Samstagabend zum Abschied gesagt.

Besser gelaufen als im Vorjahr sei "Theatersport" als Auftakt. 136 Besucher hätten sich dafür interessiert. Überraschend sei die große Resonanz auf alle immerhin vier Veranstaltungen der Weißenfelser Theatergruppe "Virgula Magica" gewesen, wie Robert Brückner erklärt. Auch der Seumeverein Weißenfels habe mit seinen "hausgemachten" Theaterstücken "Die Schneekönigin" und "Schneewittchen" sowie "Aids" den Kulturmarathon bereichert.

Fasziniert habe das Theater Naumburg mit "Effi Briest". Die Schauspieler hätten den Spagat geschafft, sich von einem kleinen Haus auf eine große Bühne wie der im Weißenfelser Kulturhaus einzustellen. Ohne ein solches modernes Bühnenhaus wäre die Rockoper "Faust I" hier gar nicht möglich gewesen.

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