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Sternsingen in Weißenfels: Segen für das Kloster

Sternsinger

Die Sternsinger bringen den Segen für das Weißenfelser Kloster.

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Peter Lisker

Weissenfels -

„So, jetzt bin ich müde“, meinte Lucas Rauner trocken. Und der Sechsjährige durfte es an diesem Nachmittag wohl auch sein. Immerhin waren der Kleine und die anderen Sternsinger am ersten Montag des neuen Jahres schon rund sieben Stunden im Raum Weißenfels unterwegs, ehe sie am Nachmittag an ihrer letzten Station, dem Kloster St. Claren, ankamen.

Olaf Brückner, Vorsitzender des Bürgervereins Kloster St. Claren, empfing die Sternsinger, die auch dem ältesten Gebäude der Stadt ihren Segen überbringen wollten. „Wir waren vorher schon im Lützener Rathaus, bei Handwerkern und im Altenheim“, zählte Maximilian Rauner aus Burgwerben Stationen eines langen Tages auf. Als Melchior stellte der Zehnjährige einen der Heiligen Drei Könige dar. Ihm zur Seite die Geschwister Martha Kittler (8) als Balthasar und Wenzel Kittler (10) als Caspar. Gemeinsam mit der 15-jährigen Schülerin Mariam Ghebregergis brachten sie nach einem kurzen Auftritt im Kloster an dessen Eingangstor die Segensbitte 20*C+M+B 16 an. Was für die lateinischen Worte Christus mansionem benedicat (Christus segne dieses Haus) steht.

„Mit den verschiedenen Stationen wollen wir auch ein Zeichen für die Öffnung der Kirche setzen“, erklärte Martin Papke, Gemeindeassistent der katholischen Kirchengemeinde Weißenfels, das Anliegen der traditionellen Aktion, die in diesem Jahr dem südamerikanischen Bolivien gewidmet ist. Im Kloster wolle man auch jenen Menschen den Segen bringen, die sich für den Erhalt dieses Hauses einsetzen.

Eine Botschaft, die Olaf Brückner freudig entgegennahm. Immerhin werden die Mitglieder des Klostervereins 2016 erneut viel Kraft brauchen. Für den Empfang der Heiligen Drei Könige öffnete Brückner in diesem Jahr erstmals die Türen des Klosters, das sich ansonsten eher in Winterruhe befindet. Bereits im Februar soll sich jedoch wieder etwas tun im Gebäude am Rosalskyweg. Eine Berliner Restauratorin wird die Deckenmalerei im Skriptorium unter die Lupe nehmen. Dafür war in den vergangenen Monaten bei verschiedensten Aktionen Geld gesammelt worden. 4 000 Euro stehen mittlerweile zur Verfügung.

Mit einer Ökumenischen Vesper endet am Mittwoch, 18 Uhr, in der St. Elisabethkirche die Sternsingeraktion. (mz)


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