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Burgenlandkreis: Nachbarn streiten um Abwasseranschluss

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 20:15 Uhr
Das mittlere Gebäude soll abgerissen werden. Damit entfällt der Wasseranschluss und die Entsorgung für Sandy Topf, die links wohnt. (FOTO: LISKER) 
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Die Wasseruhr als auch die Kläranlage für die Werschenerin Sandy Topf befinden sich auf dem Nachbargrundstück - das soll aber abgerissen werden.
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Werschen/MZ. 

Der Teekessel bleibt leer, die Badewanne auch. Das WC wird zum Plumpsklo - die Vorstellung ist gruselig. Sandy Topf aus Werschen geistert dieses Bild seit Mitte Dezember durch den Kopf. Da nämlich bekam sie über ein Rechtsanwaltsbüro mitgeteilt, dass ihr Haus von der Wasserversorgung abgeklemmt werden soll. Die Probematik ist schwierig. Seit geraumer Zeit versuchen Juristen Licht ins Dunkel zu bringen.

"Ich habe vor zehn Jahren das Haus - eines von drei Gebäuden direkt an der B 91 hinter der Werschener Kreuzung kurz vor dem Bahnübergang erworben", erklärt Sandy Topf. Hier wohnt sie seitdem mit ihrem Sohn und den Eltern auf dem rund 300 Quadratmeter großen Flurstück. "Ich bin hier zu Hause. Der Verkehr der Bundesstraße oder ihr geplanter Ausbau stören mich nicht", meint die junge Frau. Das Trinkwasser für ihr Haus indes kommt aus dem Nachbargrundstück, einer ehemaligen Gaststätte. Dort ist die Wasseruhr als auch die Kläranlage, erklärt die Arzthelferin. Und dies wurde nun zum Problem.

Der Nachbar, so berichtet die 31-Jährige weiter, möchte sein inzwischen leerstehendes Gebäude veräußern. Abschlussfreiheit sei dafür die Voraussetzung. Alles wäre eigentlich nicht so schlimm gewesen, denn Topfs Nachbar hatte Sandy Topf einen Teil seines Grundstückes zum Kauf angeboten - das leidige Wasserthema sei damit bereinigt gewesen. Doch, warum auch immer, sei dieses Angebot zurückgezogen worden. "Ich stehe nun vor der Situation, dass ich einen Anschluss legen lassen müsste. Das Gleiche gilt für das Abwasser. Da unser Haus doch recht abgeschieden von der Ortslage Werschen liegt, sind wir beim Abwasserzweckverband nicht angeschlossen worden", schildert die besorgte Sandy Topf und nennt mehrere tausend Euro, die für eine Trinkwasserleitung als auch den Abwasseranschluss notwendig seien. "Dieses Geld habe ich nicht", sagt sie verbittert. "Die Problematik ist mir bekannt", ist vom Bürgermeister der Einheitsgemeinde Hohenmölsen, Andy Haugk (AHL), zu hören. "Ich kann in diesem vorliegenden Rechtsstreit der Hausbesitzer nur vermitteln, und das mache ich nach Kräften."

Das bestätigt Thomas Kretzschmar, Niederlassungsleiter der Midewa Saale-Weiße Elster. "Die Grundstücksprobleme untereinander müssen geklärt werden, das ist klar. Eine Lösung muss her. Da können wir nicht drumherum reden. Was uns betrifft, kann ich nur sagen: Wir halten uns an unseren Versorgungsauftrag. Das Wasser wird für Sandy Topf weiter laufen." Um einen Neuanschluss und die Abwasserbeseitigung wird in den nächsten Tagen verhandelt werden müssen, kündigt auch Haugk an.

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