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CV Mitteldeutschland gegen Düren: Eine Nummer zu groß

Volle Kraft voraus: Der Spergauer Volleyballer Jaroslaw Lech (Mitte) schmettert den Ball über das Netz.

Volle Kraft voraus: Der Spergauer Volleyballer Jaroslaw Lech (Mitte) schmettert den Ball über das Netz.

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Peter Wölk/Archiv

Spergau -

Artur Augustyn hatte wieder seinen Platz am Tisch der Hallensprecher eingenommen. Doch lange hielt es den verletzten Kapitän des CV Mitteldeutschland gestern Abend nicht dort. Er merkte schneller als jeder andere, dass seine Teamkollegen gegen die SWD Powervolleys aus Düren in Schwierigkeiten kommen würden. Also wechselte er seinen Platz und stellte sich hinter die Abgrenzung für die eigenen Wechselspieler. Kurzzeitig half das. Die Piraten drehten den zweiten Satz zum 1:1-Ausgleich. Doch letztlich konnte auch Augustyn die 1:3 (18:25, 25:21, 16:25, 19:25)-Niederlage nicht verhindern.

Spiel am 20. ist Augustyns persönliches Comeback

„Wir haben im vierten Satz den Knackpunkt ein wenig verpasst. Als wir den Ausgleich zum 17:17 geschafft hatten, ließen wir die Chance, den Satz für uns zu entscheiden ungenutzt“, sagte Augustyn, dem von seiner Bänderverletzung nicht mehr viel anzumerken ist. Und ihn drängt es auch schon wieder auf die Platte. „Am Montag erhöhe ich das Pensum im Training. Das Spiel gegen die Netzhoppers am 20. Februar ist mein persönliches Ziel für das Comeback“, sagt der Kapitän.

Die letzten beiden Erfolge der Piraten hatten auch die Konkurrenz aufgeschreckt. Das Lebenszeichen aus Spergau hatten sie auch in Düren klar vernommen. Entsprechend konzentriert ging der Tabellenvierte auch zu Werke und holte sich nach 22 Minuten den ersten Satz. Das wollten die Piraten aber so nicht auf sich sitzen lassen und hielten den Kontrahenten im zweiten Abschnitt zeitweise mit neun Punkten auf Distanz. CVM-Trainer Ulf Quell glaubte den Grund dafür erkannt zu haben. „Sie haben es in dieser Phase wohl mit ihrer zweiten Reihe probiert. Aber wir waren so stark, dass sie wieder wechseln mussten. Auch das ist ein Beleg dafür, dass wir unsere eigene Qualität erhöht haben.“

Viele einfache Fehler

Leider war davon aber schon im dritten Satz nicht mehr viel zu sehen. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und uns selbst im Weg gestanden“, meinte Timo Schlag, der einzige deutsche Spieler im Team der Piraten. „Klar sind die Dürener nicht jene Mannschaft gegen die wir unsere Punkte holen müssen. Aber es wäre natürlich ein big point gewesen, den wir anderen vorausgehabt hätten.“ Und der war möglich. Denn im vierten Satz holten die Piraten einen 12:17-Rückstand, zwangen Düren beim 17:17 zu einer Auszeit, um dann die beiden vorentscheidenden Bälle abzugeben. Letztlich musste aber auch Quell zugeben, dass seiner Mannschaft bis zum Leistungsniveau des Gegners noch ein Stück fehlt. „Das war eine andere Hausnummer als die Teams aus Herrsching und Rottenburg“, so Quell.

Am Sonnabend geht es für die Spergauer in Coburg weiter. Fraglich ist dabei der Einsatz von Außenangreifer Ramon Martinez Gion, der Mitte des vierten Satzes mit einer Verletzung am Sprunggelenk vom Feld musste und auch nicht wieder zurückkam. (mz)


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