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Volleyball-Landesliga: Chemie Zeitz hat zu wenig Personal

Kein Durchkommen für Zeitz gegen den Bitterfelder Block.

Kein Durchkommen für Zeitz gegen den Bitterfelder Block.

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Carlo Böttger

Zeitz -

Kurz keimte Hoffnung auf. Nach zwei verlorenen Sätzen gelang es den Landesliga-Volleyballerinnen von Chemie Zeitz am vergangenen Sonntag, den dritten Satz gegen Spitzenreiter VC Bitterfeld-Wolfen für sich zu entscheiden und auf 1:2 zu verkürzen. Dabei hätten die Gastgeberinnen schon den zweiten Abschnitt siegreich gestalten können, wenn man kurz vor Ende nicht eine 23:20-Führung noch aus der Hand gegeben hätte. „Der erste Satz war schnell abgehakt, den haben wir gebraucht, um warm zu werden. Danach sind wir gut ins Spiel gekommen und haben gut mitgehalten. Doch die enorme individuelle Qualität des Gegners hat am Ende den Ausschlag gegeben“, erklärte Chemie-Trainer Raik Kurzweil nach der 1:3-Niederlage seiner Schützlinge.

Denn die gute Form des zweiten und dritten Satzes konnten die Zeitzerinnen nicht in den vierten Abschnitt mitnehmen. Mit 10:25 hatte Chemie hier das Nachsehen und ging damit zum zehnten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Parkett. Am Ende hätten laut Kurzweil Kraft und Kondition nachgelassen, bedingt durch die dünne Personaldecke. Nur eine Auswechslerin hatten die Chemikerinnen an diesem Tag zur Verfügung. „Das ist schon die ganze Saison über unser Manko. Wir hatten heute sechs Spielerinnen und einen Libero zur Verfügung, da hat man als Trainer gar keine Möglichkeiten einzugreifen“, erklärte der Zeitzer Übungsleiter.

Dass nach dem Umbruch im letzten Jahr eine schwere Spielzeit bevorsteht, war allen Beteiligten bei Chemie Zeitz klar. Überraschend war jedoch, dass die Duelle gegen die beiden Aufsteiger mit 0:3 jeweils deutlich verloren gingen. Bei noch vier ausstehenden Partien und nur einem erzielten Punkt bisher würde es wohl an ein Wunder grenzen, wenn Zeitz noch den Klassenerhalt schaffen würde. „Wir wollen die Gegner noch etwas ärgern und Spaß haben. Das wichtigste ist, dass die Spielerinnen nicht die Lust am Volleyball verlieren“, so Raik Kurzweil.

Wie es dann nach Saisonende weitergeht, steht noch in den Sternen. Alles wird davon abhängen, wie sich die Personalsituation weiter entwickeln wird. Denn selbst in der Landesklasse wird es mit derzeitigen Spielermaterial schwer, bezogen auf die Quantität. „Wir hatten bis jetzt quasi an jedem Spieltag eine andere Aufstellung. Zwei feste Akteure mehr brauchen wir auf jeden Fall, sonst macht es keinen Sinn“, meinte der Zeitzer Trainer. (mz)


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