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Skispringen: Freund erlebt ein Wellenbad der Gefühle

Uhr | Aktualisiert 25.11.2012 21:36 Uhr

Severin Freund erlebte am Sonntag ein Wechselbad der Gefühle. (FOTO: DPA)

Erst sprang Severin Freund in den siebten Himmel, dann stürzte er böse ab: An einem denkwürdigen Auftakt-Wochenende in den WM-Winter erlebte der 24-Jährige im norwegischen Lillehammer eine emotionale Berg- und Talfahrt.
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lillehammer/sid. 

"Es gibt bessere Tage, und es gibt schlechtere Tage. Das Gesamt-Fazit ist dennoch positiv", sagt der Niederbayer.

Mit seinem dritten Weltcup-Sieg hatte Freund zunächst als erster deutscher Skispringer seit Sven Hannawald 2003 das Gelbe Trikot erobert, musste das begehrte Leibchen nach einem mageren 16. Platz am Sonntag aber an den Österreicher Thomas Morgenstern abgeben. "Wenn man mit einem Sieg und mehr als 100 Punkten aus dem ersten Wochenende geht, hat man sich schon etwas Ordentliches ersprungen.

Der schlechte Platz heute war schon meine Schuld", sagte Freund. Bundestrainer Werner Schuster nannte die Windverhältnisse bei seinem Vorflieger dennoch "sehr, sehr unglücklich. Man sah richtig, wie er runtergefallen ist." Bester Deutscher beim 41. Weltcup-Sieg des Österreichers Gregor Schlierenzauer war Richard Freitag auf Platz zwölf.

Andreas Wank erlebte ein rabenschwarzes Wochenende. Zunächst verpasste der Sommer-Grand-Prix-Sieger den zweiten Durchgang, einen Tag später wurde er ein Opfer der neuen Anzug-Regel und wegen zu weiter Kleidung disqualifiziert.

"Ich muss zur Zeit ein bisschen aufs Gewicht achten und habe heute etwas weniger gegessen. Da war der Bauch um einen Zentimeter enger und der Anzug um ein, zwei Zentimeter zu weit", sagte der aus dem Saalekreis stammende Wank. Seit diesem Winter dürfen zwischen Haut und Stoff nur noch zwei statt sechs Zentimeter Luft liegen.

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