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Ski alpin: Höfl-Riesch vergibt 25. Weltcup-Sieg

Uhr | Aktualisiert 15.01.2013 22:58 Uhr

Slalom-Ass Maria Höfl-Riesch in Aktion. (FOTO: DPA)

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Maria Höfl-Riesch war mit Bestzeit unterwegs, das Ziel war nur noch wenige Sekunden entfernt, doch dann ging ein Aufschrei durch das Publikum: Ihren 25. Sieg im Weltcup vor Augen unterlief der Doppel-Olympiasiegerin aus heiterem Himmel ein „Einfädler“.
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FLACHAU/MÜNCHEN/SID. 

Aus der Traum, knapp drei Wochen vor Beginn der WM im österreichischen Schladming mit einem Sieg endlich wieder Selbstvertrauen zu tanken. Stattdessen warf Höfl-Riesch im Moment des Ausscheidens erschrocken den Kopf in den Nacken. „Ich bin natürlich wahnsinnig enttäuscht, ich war sehr gut unterwegs“, sagte die sichtlich geknickte Partenkirchnerin. Mit einem überragenden ersten Lauf hatte sie auf einem ihrer liebsten Hänge im Weltcup zunächst den Grundstein zu einem Erfolg gelegt - 0,56 Sekunden lag sie vor Mikaela Shiffrin aus den USA.

Im Finale fuhr Höfl-Riesch erneut angriffslustig, baute den Vorsprung auf die Amerikanerin sogar noch aus - dann unterlief ihr wie aus heiterem Himmel der Torfehler. „Man muss einfach voll riskieren, so gut wie die anderen derzeit fahren, und das habe ich getan, leider ist es nicht aufgegangen“, sagte Höfl-Riesch zu ihrem mutigen Auftritt im zweiten Durchgang. Shiffrin konnte damit ihren mittlerweile dritten Sieg in diesem Winter feiern, die 17-Jährige siegte vor der Schwedin Frida Hansdotter und der Finnin Tanja Poutiainen.

Und Höfl-Riesch war mit ihrem Pech nicht allein. Das gleiche Missgeschick war zwei Minuten zuvor an beinahe der gleichen Stelle Christina Geiger unterlaufen. Die Oberstdorferin hatte nach dem ersten Lauf Rang drei hinter Höfl-Riesch und Shiffrin belegt, zum zweiten mal in ihrer Karriere hätte sie auf dem Treppchen stehen können - doch auch sie fädelte bereits in Sichtweite des Ziels an einer Torstange ein. Beste Deutsche war damit Lena Dürr (Germering) auf Rang 14, Barbara Wirth (Lenggries) belegte Rang 21.

Für Höfl-Riesch ist das unglückliche Ausscheiden ein kleiner Rückschlag beim Versuch, bis zur WM in Medaillen-Form zu kommen. Zwar ist ihre bisherige Saison nicht gerade enttäuschend verlaufen, noch am vergangenen Wochenende beim Weltcup in St. Anton aber hatte sie festgestellt, dass ihr „der letzte Tupfer“ im Form von Siegen oder zumindest Podestplatzierungen fehle.

Höfl-Riesch war im laufenden Winter erst ein Sieg gelungen, im November im Slalom in Levi, und nur eine weitere Podestplatzierung. Ansonsten: dreimal Sechste, dreimal Fünfte sowie viermal Vierte - das kratzt am Selbstverständnis. Die Piste am Griessenkar in Flachau war da wie gerufen gekommen. Dort hatte Höfl-Riesch im Jahre 2011 gewonnen, zudem war sie zwei weitere Male jeweils Zweite geworden. Diesmal sollte es nicht sein.

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