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Schwimmen: Hallenserin Theresa Michalak verpasst WM-Norm ganz knapp

Uhr | Aktualisiert 24.11.2012 20:33 Uhr
Theresa Michalak ist drei Hundertstelsekunden zu langsam gewesen. (FOTO: DPA) 
Am dritten Tag der deutschen Kurzbahn-Meisterschaften haben keine weiteren Schwimmer die WM-Norm unterboten. Frankreichs Topschwimmerin Camille Muffat hat unterdessen bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Chartres für den ersten Weltrekord gesorgt.
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Wuppertal/Chartres/dpa. 

Am dritten Tag der deutschen Kurzbahn-Meisterschaften haben keine weiteren Schwimmer die WM-Norm unterboten. Theresa Michalak aus Halle/Saale schlug am Samstag in Wuppertal über 200 Meter Lagen nach 2:10,25 Minuten an und verpasste die geforderte Zeit um drei Hundertstelsekunden. „Ich könnte mich in eine Ecke setzen und heulen“, sagte sie.

Yannick Lebherz aus Potsdam verfehlte nach erfüllter Norm über die 400 Meter Lagen über die 200 Meter Rücken in 1:52,70 Minuten die benötigte Zeit um acht Hundertstelsekunden. Damit haben bislang weiterhin acht deutsche Schwimmer die Einzel-Norm für die Kurzbahn-WM vom 12. bis 16. Dezember in Istanbul erfüllt.

Britta Steffen hatte nach bester Vorlauf-Zeit über die 200 Meter Freistil auf das Finale verzichtet, um sich für die 50 Meter an diesem Sonntag zu schonen. Sie und ihr Freund Paul Biedermann legten in einem Gespräch am späten Freitagabend die nach einem kritischen Interview offen zutage getretenen Dissonanzen offiziell bei.

Frankreichs Topschwimmerin Camille Muffat hat unterdessen bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Chartres für den ersten Weltrekord gesorgt. In 3:54,85 Minuten unterbot die Olympiasiegerin am Samstag die bisherige Marke der Britin Joanne Jackson um sieben Hundertstelsekunden. Es war die 100. französische Medaille bei einer Kurzbahn-EM und einer von drei Siegen der Gastgeber am vorletzten EM-Tag von Chartres: Zunächst gewann Laure Manaudou die 50 Meter Rücken in 26,78 Sekunden. Danach siegte Frankreich in der Mixed- Staffel über 4 x 50 Meter Lagen mit Laures Bruder Florent Manaudou.

Bei den Männern sorgte der Russe Wladimir Morosow mit 45,68 Sekunden über 100 Meter Freistil für das Highlight. Es war die beste Leistung seit Verbot der Hightech-Anzüge Ende 2009. Ungarns Laszlo Cseh gewann nach den 200 und 400 Meter Lagen auch die 200 Meter Schmetterling (1:52,11 Minuten). Teamkollegin Katinka Hosszu holte ihr drittes EM-Gold in Chartres über 100 Meter Lagen (58,83).

Einziger Athlet des Deutschen Schwimm-Verbandes in einem Finale war Erik Steinhagen. Der Essener belegte über 50 Meter Brust in 26,64 Sekunden Rang sieben und verpasste den deutschen Rekord von Hendrik Feldwehr nur um acht Hundertstel. Als Halbfinal-Dritter erreichte Christian Diener das Finale am Sonntag über 100 Meter Rücken.

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